Nur zwei Jahre nach dem US-Debüt

Schluss für 10 Corso Como in New York

10 Corso Como
Von Mailand nach New York: 10 Corso Como eröffnet im Big Apple.
Von Mailand nach New York: 10 Corso Como eröffnet im Big Apple.

Der Mailänder Concept-Store 10 Corso Como sollte ein Exportschlager werden. Doch anscheinend hat sich die Idee von Carla Sozzani überlebt. Jetzt macht der Ableger in New York dicht, der erst im September 2018 eröffnet hatte.

Das Gastspiel von 10 Corso Como in New York ist nach weniger als zwei Jahren schon wieder zu Ende. Der Mailänder Concept Store, der im September 2018 im Seaport-District der amerikanischen Ostküsten-Metropole eröffnet hatte, schließt den Ableger wieder. Zuvor hatte bereits 10 Corso Como in Peking und in Shanghai zugemacht.


Damit ist ein äußerst ambitioniertes Retail-Projekt gescheitert. Der Laden, dessen Innenräume der Künstler Kris Ruhs gestaltet hatte, erstreckte sich auf einer Fläche von 2800 m2 auf einer Etage im Fulton Fish Market Building. Betrieben wurde er von der Howard Hughes Corporation.

Architekt Kris Ruhs und Carla Sozzani vor 10 Corso Como in New York
10 Corso Como
Architekt Kris Ruhs und Carla Sozzani vor 10 Corso Como in New York
Die Entscheidung deutet daraufhin, dass die Idee von 10 Corso Como an Zugkraft verloren hat. Erfunden hat das Store-Concept Carla Sozzani. Die Schwester der verstorbenen Vogue-Chefredakteurin Franca Sozzani eröffnete 1991 ihren Laden in Mailand, der international für Aufsehen sorgte. Sie verband Mode mit Kunst, Design und Gastronomie und bezeichnete ihre Philosophie als „Slow Shopping“.

Heute hält Sozzani nur noch die Namensrechte an 10 Corso Como, die Stores werden von Lizenzpartnern geführt. Nachdem Peking, Shanghai und New York geschlossen sind, sind nur noch der Laden in Mailand, den Donato Maino betreibt, zwei in Südkorea und einer in Taiwan offen. Darüber hinaus gibt es zusammen mit Sogo und Seibu zwei Corner in Tokio.

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