Dringender Appell

Das fordern Münchens Platzhirsche von Markus Söder

Umdasch
Zu den Platzhirschhäusern der bayrischen Landeshauptstadt, die sich in einem Schreiben an den bayerischen Ministerpräsident Söder und den Münchner Oberbürgermeister Reiter gewandt haben, zählt auch Hirmer,
Zu den Platzhirschhäusern der bayrischen Landeshauptstadt, die sich in einem Schreiben an den bayerischen Ministerpräsident Söder und den Münchner Oberbürgermeister Reiter gewandt haben, zählt auch Hirmer,

In einem offenen Brief haben sich Münchens „erste Häuser“ an den bayrischen Ministerpräsidenten und den Münchner Oberbürgermeister gewandt. Ihr Anliegen: Schnelles Handeln, mehr Kurzarbeitergeld und höhere Bürgschaften.

„Die Schließung unserer Häuser ist für uns Einzelhändler nach kurzer existenzbedrohend. Alleine bei uns fünf alteingesessenen Münchner Unternehmen sind damit über 1000 Arbeitsplätze in Gefahr“, mit diesen eindringlichen Worten wenden sich die Platzhirschhäuser der bayrischen Landeshauptstadt, Bettentrid, Hirmer, Hugendubel, Kustermann und Sporthaus Schuster, an Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und den Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). In ihrem offenen Brief geht es traditionsreichen Einzelhändler vor allem darum, sich für ihren Gewerbezweig bei der Politik Gehör zu verschaffen.


Dass die Maßnahmen der bayrischen Landesregierung bereits über das vereinbarte Rettungspaket des Bundes hinausgehen, bleibt auch in dem Schreiben nicht unerwähnt: „Wir möchten Ihnen für Ihre bisherige bespielhafte Leistung, Ihr großes Engagement und das sorgsame Vorgehen in dieser Krise sehr herzlich danken“, heißt es direkt zu Beginn des Briefes.

Um jedoch die Krise überstehen zu können, bitten die Unternehmen noch einmal mit Nachdruck um eine rasche Umsetzung der bereits beschlossenen Maßnahmen sowie zusätzliche Unterstützung. Ihr Hauptanliegen haben sie in den fünf folgenden Punkten zusammengefasst:
 

  • Sorgen Sie für unbürokratische, schnelle Umsetzung der getroffenen Maßnahmen durch die geforderten Stellen. Das Problem steckt hier leider oft im praktischen Detail.
  • Prüfen Sie, ob aufgrund des Lohnniveaus im Einzelhandel die Prozentsätze des Kurzarbeitergeldes nicht um 20 Prozentpunkte vorübergehend aufgestockt werden können – dies, um die Finanzierung des Lebensunterhalts unserer Mitarbeiter zu ermöglichen. Denn wie sollen wir Einzelhändler ohne Einnahmen Aufstockungen bezahlen?
  • Prüfen Sie, ob sich staatliche Bürgschaften nicht auf 100% der jetzt zum Überleben benötigten Überbrückungskredite erstrecken können. Es würde bei unseren Finanzinstituten die Kreditentscheidung beschleunigen, in vielen Fällen sogar erst möglich machen.
  • Veranlassen Sie die sofortige Stundung unserer Zahlungen an die Finanzbehörden und stellen Sie sicher, dass diese auch so handeln.
  • Bilden Sie einen ausreichend großen Fonds, aus dem Sie am Ende die Hilfestellung geben können, die wir bei den zu erwartenden massiven Verlusten – der Einzelhandel arbeitet mit sehr geringen Gewinnmargen – benötigen, um trotz Lösung des Liquiditätsproblems nicht doch aufgeben zu müssen.
  • Und nicht zuletzt: Denken Sie auch an die Zeit nach den angeordneten Geschäftsschließungen. Wir werden Konjunkturprogramme benötigen, damit die Menschen so schnell wie möglich wieder konsumieren.
stats