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Orta

Gewinner des 2019 ORTA Preises: Eine neue Hoffnung im Kampf gegen Mikroplastik


Frau Sedef Uncu Aki mit den Gewinnern des BDC ORTA Preises, Enzer Team. © Foto: Valery Rizzo
Frau Sedef Uncu Aki mit den Gewinnern des BDC ORTA Preises, Enzer Team. © Foto: Valery Rizzo
Plastikmüll ist überall. Oft sind die Partikel so klein, dass man sie gar nicht sehen kann: Mikroplastik. Einer Studie der International Union for the Conservation of Nature aus dem Jahr 2017 zufolge stammen 35% Prozent des Mikroplastiks in den Ozeanen von synthetischen Textilien. Die Gewinner des ORTA Preises für Bio-Inspirierte Textilprozesse 2019, das Enzer Team von der RMIT University könnte eine Lösung haben.


Eine der am häufigsten verwendeten synthetischen Fasern ist Polyester: Aufgrund seiner Wirtschaftlichkeit und Belastbarkeit im heutigen „Athleisure“-Lifestyle  ist es aktuell in ca. 60 % der Kleidung enthalten. Was, wenn es etwas gäbe, das jede Person, die eine Waschmaschine besitzt, tun könnte, um zu verhindern, dass synthetische Microfasern in den Wasserkreislauf gelangen? „Wir fanden das Enzer-Filtersystem sehr vielversprechend, um den Abfluss von Mikrokunststoffen aus Waschmaschinen, die die Wasserwege verunreinigen, zu reduzieren, indem man einfach einen Filter auf den Wasserschlauch der Maschine aufsetzt. Im Filter ist ein Enzym, das die Mikrofasern, die diese Kunststoffe enthalten, auflöst“, sagt Dr. Sedef Uncu Aki, Leiter von Denim Sales & Marketing, PD, R & D und Sustainability beim globalen Denim-Hersteller ORTA, der die Auszeichnung gesponsert hat. „Wir haben sie auf beim Bewerbungsprozess über die industrielle Seite ihres Projekts befragt und sie haben einen Anwendungsbereich in den Abwasserbehandlungssystemen gefunden, mit dem das gleiche Enzym, das sie in den Filtern verwenden, theoretisch auch Mikrokunststoffe in unserem Abwasserstrom eliminieren kann. Wir planen, dieses Enzym in unserem F & E-Labor zu testen.“


Nachhaltigkeit ist bei ORTA „business as usual“. Das Unternehmen gründete 2010 seine Nachhaltigkeitsabteilung OrtaBlu mit dem Ziel, eine Denim-Industrie zurückzugewinnen, in der mehr Ethik zu mehr Ästhetik führt. Frau Aki erklärt: „Wir haben ein 3-Säulen-Nachhaltigkeitsmodell: Produkt, Prozess und Sinn. Produkt ist der Bereich, in dem wir unsere Fasern und innovativen Prozesse steuern. Im Bereich Prozess untersuchen wir sorgfältig Energieverbrauch, Chemikalien, Emissionen, Wasser, Abfall und das Engagement der Interessengruppen auf organisatorischer Ebene. Und der Bereich Sinn ist, wo wir unsere sozialen Missionen und unsere Arbeit definieren. Unser Nachhaltigkeitsmodell ist ein lebendiges Modell, das sich jeden Tag weiterentwickelt.“ Kein Wunder also, dass Nachhaltigkeit auch im Mittelpunkt der neuen Sommer/Frühling 21 Kollektion steht: „SS21 wird ein Kontinuum der Besinnung auf alternative Ressourcen sein, um das nachhaltige Ökosystem wiederherzustellen. In diesem Zusammenhang haben wir nach und nach Mischungen mit nachhaltigen und recycelten Fasern entwickelt. In dieser Saison haben wir auch unsere Rohstofflösungen erweitert, um neue Mischungen zu schaffen. Wir werden diejenigen unserer Konzepte, die bei den Kunden bereits viel Aufmerksamkeit erregt haben, fortsetzen und weiter entwickeln, wie Symphony, Stretch Spectrum und Archive Chronicles“.

www.ortaanadolu.com
www.ortablu.com

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