Otto Group-Tochter legt Jahreszahlen vor

Baur steigert Umsatz um fast 4%

Baur Gruppe
Baur-Chef Patrick Boos: "Wir sind in allen Geschäftsbereichen profitabel gewachsen."
Baur-Chef Patrick Boos: "Wir sind in allen Geschäftsbereichen profitabel gewachsen."

Die Versendergruppe Baur hat ihr Wachstumstempo verdreifacht. Die Otto Group-Tochter steigerte ihren Umsatz im abgelaufenden Geschäftsjahr (28. Februar) um 3,9% auf 848 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte das Plus noch bei 1,3% gelegen.

Zur Höhe des Gewinns macht das oberfränkische Unternehmen keine Angaben. Nur so viel: "Das Ergebnis übertrifft die Erwartungen und unterstreicht die zuverlässige Ertragskraft", heißt es in einer Pressemitteilung des Versandhändlers, zu dem auch die österreichische Unito-Gruppe (u.a. Otto Österreich, Universal, Quelle, Neckermann und Ackermann) gehört, die im gleichen Zeitraum um 2,9 % auf 364,7 Mio. Euro zugelegt hat.

Der Vorsitzende der Baur-Geschäftsführung, Patrick Boos, ist mit den Zahlen "sehr zufrieden". "Durch die konsequent vorangetriebene digitale Transformation gelingt es uns, in allen unseren Geschäftsbereichen profitabel zu wachsen."

Die Kernmarke Baur steigerte ihren Umsatz um 3%. Im E-Commerce legte der Versender doppelt so stark zu. Die über die Baur-App generierten Erlöse kletterten sogar um 64%. Im Vergleich der Sortimente verzeichneten Technik/Freizeit und Home die größten Zuwächse. Fashion blieb hingegen leicht unter dem Vorjahreswert.

Die Logistiksparte der Baur-Gruppe hatte im März 2019 die Paketlogistik der Otto Group-Tochter About You übernommen. Dazu eröffnete Baur einen zusätzlichen Standort im oberfränkischen Sonnefeld. Die technische Ausstattung kostete rund 20 Mio. Euro. Bis 2021 soll die Kapazität auf 40 Millionen Artikel und 650 Beschäftigte ausgebaut werden.

Der Ausbau der Logistik führte dazu, dass die Belegschaft merklich wuchs, und zwar von 4201 auf 4320. Davon befinden sich 438 Mitarbeiter in Österreich.

Eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr wagt das Unternehmen nicht. Zu groß seien die Unwägbarkeiten infolge der Corona-Krise. Die habe bei Baur dazu geführt, dass über 1000 Angestellte ihre Arbeit ins Homeoffice verlegten. Darüber hinaus habe die Gruppe "ein effektives Krisenmanagement und erfolgreiche vertriebliche Aktionen gefahren". "Somit haben wir die Krise bislang gut gemeistert", berichtet Boos. Die Beschäftigten in der Logistik und logistiknahen Abteilungen hätten für ihren Einsatz Sonderprämien bekommen.

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