Outdoor-Unternehmen lanciert Social Distancing-Kampagne

Schöffel ändert wegen Corona seinen Claim

Schöffel via Youtube
Schöffel: Aus "Ich bin raus" wird "Ich bleib drin".
Schöffel: Aus "Ich bin raus" wird "Ich bleib drin".

Viele Unternehmen engagieren sich derzeit im Kampf gegen Covid-19: Sie spenden an Hilfsorganisationen, stellen die Produktion um oder werben in ihren Social Media-Postings für Social Distancing. Auch Schöffel meldet sich beim Thema Corona zu Wort und launcht nun eine Kampagne, für die das Outdoor- und Skibekleidungsunternehmen sogar seinen Claim ändert.

Slogan und Logo sind wohl das Heiligste in der Unternehmenskommunikation. In den vergangenen Wochen legten jedoch etwa McDonald's und Coca Cola Hand an ihre Logos an und zogen sie auseinander - als Zeichen für Social Distancing. Auch das Familienunternehmen Schöffel aus Schwabmünchen traut sich nun etwas und ändert seinen Claim, um bei der Eindämmung des Coronavirus zu helfen.

Seit 2012 lautet der Claim von Schöffel eigentlich passend zum Thema Outdoor "Ich bin raus". In die aktuelle Zeit, inmitten von Kontaktverboten und Ausgangssperren, passt dieser nicht mehr. Deswegen heißt es nun bei Schöffel "Ich bleib drin". Dafür lancierte das Unternehmen den Spot "Es ist Zeit für #ichbinrausVorfreude". Darin kleidet sich ein Outdoor-Fan für seine nächste Wanderung oder Bergbesteigung ein - die er aber erst einmal nur in Gedanken antritt.

Es ist Zeit für #ichbinrausVorfreude - Schöffel



"Marken haben heutzutage - und das gilt besonders für die aktuelle Krise - eine neue Bedeutung bekommen", sagt Schöffel-Marketingchef Reiner Gerstner gegenüber der Marketing-Fachzeitschrift HORIZONT, die wie die TW in der dfv Mediengruppe erscheint. "Wir geben eine klare Handlungsempfehlung und wollen somit einen Beitrag leisten, die aktuelle Situation zu meistern."

Zuvor hatte Schöffel bereits in den sozialen Medien in mehreren Postings zum Zuhausebleiben aufgerufen.  Marketer dürften die Kampagne sehr begrüßen. "Es ist für Unternehmen sehr wichtig, sich zu Corona eindeutig zu positionieren – indem sie zeigen, dass sie als Teil der Gesellschaft verantwortlich handeln. Sonst sind auch Corporate Social Responsibility-Bemühungen reine Fassade", erläuterte etwa die Krisen-PR-Expertin Annika Schach im Interview mit der TW.

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