Overstock-Problem in Zeiten von Covid-19

Italiens Schuhhersteller schleusen Ware über Amazon, Ebay und Co. ab

Amazon
Die Logistikmitarbeiter von Amazon haben derzeit alle Hände voll zu tun
Die Logistikmitarbeiter von Amazon haben derzeit alle Hände voll zu tun

Wegen des Coronavirus ist die Lage bei vielen italienischen Schuhlabels angespannt. Um schnell zu Geld zu kommen, soll die unverkaufte Ware nun über Online-Marktplätze und Reseller angeboten werden. Der Verband hat deshalb eine Partnerschaft mit einer B2B-Plattform geschlossen, über die Produkte schnell online eingestellt werden können.

Was geschieht mit der unverkauften Ware in Zeiten von Covid-19? Der italienische Schuhverband Assocalzaturifici hat eine Partnerschaft mit einem italienischen Online-Anbieter geschlossen, die es den Mitgliedern erlaubt, schnell und ohne großen Aufwand ihren Bestand über Amazon, Ebay und weiteren Internet-Marktplätzen abzuschleusen.


Konkret hat sich Assocalzaturifici mit BDroppy zusammengetan. Dabei handelt es sich um eine B2B-Plattform, die von der Firma entwickelt wurde und über die sich Produkte mit ein paar Klicks auf Marktplätzen wie Amazon und Ebay sowie Reseller-Plattformen einstellen lassen. Nach eigenen Angaben sind bei BDroppy 450.000 Webshops angeschlossen. Über die B2B-Plattform werde bislang ein Umsatz von rund 100 Mio. Euro erzeugt, teilte Brandsdistribution mit.

Assocalzaturifici-Präsident Siro Badon
Assocalzaturifici
Assocalzaturifici-Präsident Siro Badon
„Das ist eine konkrete Chance für die Firmen, die zwar ein exzellentes Produkt haben, aber nicht über die ausreichenden Mittel verfügen, um eigenständig im Internet unterwegs zu sein“, sagte Assocalzaturifici-Präsident Siro Badon. „Dieses technologische Instrument hilft dabei, den Bestand an unverkaufter Ware, der sich aufgebaut hat, auf entschiedene Weise abzutragen.“

Die Partnerschaft mit BDroppy zeigt, wie schwierig die Situation für viele italienische Schuhhersteller ist. Weil die Geschäfte in den meisten europäischen Ländern noch geschlossen sind, ist E-Commerce momentan der einzige Ausweg, um die Kasse aufzubessern. Doch viele Labels haben entweder gar keinen Webshop oder nicht die finanziellen Ressourcen, um ihn mit digitalem Marketing ausreichend zu bewerben. Zudem fehlt es vielen italienischen Labels an der Markenkraft und der Logistik, um für die bekannten E-Tailer in Frage zu kommen. Dementsprechend sind sie auf schnelle Online-Ventile wie BDroppy angewiesen.

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