Prognose für erstes Quartal und Gesamtjahr gesenkt

Corona-Effekt: Zalando erwartet deutlich weniger Umsatz und Gewinn

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Zalando-Logistikzentrum in Erfurt
Zalando-Logistikzentrum in Erfurt

Jetzt hat der Corona-Effekt auch den Online-Handel in Deutschland erreicht. Zalando rechnet mit "deutlich" weniger Umsatz, Bruttowarenvolumen (GMV) und einem Verlust im ersten Quartal, wie das Unternehmen am Montagabend mitteilte.

Demnach rechnet der in Berlin ansässige Online-Retailer mit einem Quartalsergebnis deutlich unter dem Analystenkonsensus vom 11. März. Konkret prognostizierten die Analysten ein Umsatzwachstum von 19%, ein GMV-Wachstum in Höhe von 22,8% und ein bereinigtes Betriebsergebnis (Ebit) von -28 Mio. Euro. Grund für die Korrektur sind "geringere diskretionäre Ausgaben europäischer Konsumenten in Folge der seit dem 9. März bestehenden Maßnahmen europäischer Regierungen gegen die Verbreitung des Coronavirus", heißt es in der Mitteilung.


Zalando hat im Geschäftsjahr 2019 den Umsatz um 20,3% auf 6,5 Mrd. Euro (2018: 5,4 Mrd. Euro) steigern können. Das Bruttowarenvolumen (Gross Merchandise Volume, GMV) ist um 23,6% auf 8,2 Mrd. Euro gewachsen. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich von 173,4 Mio. Euro auf 224,9 Mio. Euro. Unterm Strich verdiente das Unternehmen mit 99,7 Mio. Euro fast doppelt soviel wie im Vorjahr (51,2 Mio. Euro).

Bisher ging das Unternehmen für 2020 von einem GMV-Wachstum von 20 bis 25%, einem Umsatzplus von 15 bis 20% sowie von einem bereinigten Ebit in Höhe von 225 bis 275 Mio. Euro aus. Aufgrund der aktuellen Lage erwartet das Unternehmen nun, dass auch diese Prognose nicht erreicht werden kann. „Der Vorstand wird eine neue Prognose abgeben, sobald der weitere Verlauf der Corona Pandemie verlässlicher abgeschätzt werden kann", heißt es weiter.

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