Quartalsbilanz

LVMH warnt vor 20%-Umsatzrutsch

Louis Vuitton
Leuchtet: Pop-up von Louis Vuitton in Chicago
Leuchtet: Pop-up von Louis Vuitton in Chicago

Nach Burberry und Kering bereitet jetzt auch LVMH die Anleger auf erhebliche Einbußen wegen Covid-19 vor. Der weltgrößte Luxuskonzern prophezeit ein Minus von 10 bis 20%.

Nachdem Burberry und Kering im Zuge der Covid-19-Krise für die Monate Januar bis März eine Umsatzeinbuße von 30% und 15% in Aussicht gestellt haben, kündigt LVMH nun für die ersten drei Monate ein Minus von 10 bis 20% an.

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„Der Umsatz ist noch nicht bekannt. Es kann aber mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass er um 10 bis 20% unter dem Vorjahr liegen wird“, teilte der weltgrößte Luxuskonzern mit. Er wird die Quartalszahlen am 16. April präsentieren.

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Der Luxusindustrie steht vor dem schwierigsten Jahr seit Jahrzehnten. War das Coronavirus zuerst auf China beschränkt, so hat es sich zu einer weltweiten Pandemie entwickelt, das inzwischen auch Europa und die USA erfasst hat. Mag sich China auch langsam wieder der Normalität annähern, so liegen der Flugverkehr und der Tourismus darnieder.

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Die Beratungsgesellschaft Bain & Co rechnet damit, dass der Luxusindustrie 2020 im schlimmsten Fall ein Umsatzrückgang von 35% droht. Bain & Co. stellt drei Szenarien in Aussicht. Im ersten Szenario verliert die Luxusbranche 15 bis 18% des Umsatzes, im zweiten 22 bis 25% und im dritten 30 bis 35%. „In allen drei Szenarios wird der Gewinn deutlicher zurückgehen als der Umsatz“, so Bain & Co. Das mittlere Szenario entspricht einem Umsatzverlust von 60 bis 70 Mrd. Euro.

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