Reaktion auf Covid-19

Zegna verlegt die Fashion-Show ins Digitale

Ermenegildo Zegna

Wegen des Coronavirus sind die Menswear-Schauen im Juni abgesagt. Deshalb probieren die Marken neue Formate aus. Ermenegildo Zegna probiert es mit einem virtuellen Event. „Das gibt mir große Energie und Freiheit“, sagt Zegna-Designer Alessandro Sartori.

Die Covid-19-Pandemie zwingt die Mode dazu, sich neue Formen der Präsentation zu überlegen. Der Menswear-Konzern Ermenegildo Zegna hat sich dazu entschieden, die Frühjahrskollektion 2021 auf digitalem Wege zu zeigen.


Mit Details hält sich das italienische Unternehmen noch zurück. Die Rede ist nur von einem „digitalen Format“, bei dem die „das Wirkliche das Virtuelle“ ergänze. „Alles hat seinen Moment. Jetzt ist der Moment gekommen, anders über die Zukunft zu denken“, sagte Zegna-CEO Gildo Zegna. Angepeilt wird der Event für Ende Juni, Anfang Juli.

Alessandro Sartori
Alessandro Sartori
„Seit jeher strebe ich nach Alternativen, um meinen kreativen Prozess einem immer größeren Publikum zu zeigen“, sagte Zegna-Kreativdirektor Alessandro Sartori. „Die Idee, meine Kollektion mithilfe eines digitalen Tools zu zeigen gibt mir große Energie und Freiheit, denn endlich bin ich dazu in der Lage, die Menschen bei sich zu Hause abzuholen.“

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Wegen der Covid-19-Pandemie sind die Menswear-Schauen im Juni abgesagt worden. Die Mailänder Menswear-Week findet Ende September gemeinsam mit den Damenschauen statt. Auch die Herrenmodemesse Pitti Uomo ist verschoben worden. Statt Juni ist sie jetzt für Anfang September angesetzt.

Da September für die meisten Menswear-Anbieter zu spät ist, suchen sämtliche Labels nach neuen Wegen, um ihre Kollektion zu zeigen. Ausprobiert werden Orderplattformen und virtuelle Showräume. Die Fashion-Weeks und Messen mischen mit. Die Londoner Fashion-Week arbeitet an einer Digitalplattform. Gleiches gilt auch für den Pitti Uomo-Veranstalter Pitti Immagine, der über die Plattform Pitti Connect Marken und Einkäufer zusammenbringt.

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