Restart-Protokoll von Kauf Dich Glücklich-Geschäftsführer Christoph Munier

Tag Vier bei Kauf Dich Glücklich: "Jetzt läuft es wieder"

Kauf Dich Glücklich
Fürs Wochenende hat Kauf Dich Glücklich-Inhaber Christoph Munier nochmal 30 Liter Desinfektionsmittel bestellt.
Fürs Wochenende hat Kauf Dich Glücklich-Inhaber Christoph Munier nochmal 30 Liter Desinfektionsmittel bestellt.

Christoph Munier, der gemeinsam mit Andrea Dahmen den überregionalen Filialisten Kauf Dich Glücklich betreibt, berichtet an dieser Stelle jeden Tag über die Stimmung in den Läden, unter Mitarbeitern und Kunden zur Wiedereröffnung nach dem Lockdown.

TextilWirtschaft: Wie lief Tag Vier bislang?
Christoph Munier: Jetzt läuft es wieder, wir sind ganz optimistisch. Nach dem verhaltenen Start gab es jetzt einige Lichtblicke. Zum Teil generieren wir richtig starke Umsätze.


An welchen Standorten ist die Frequenz besonders hoch?
Generell boomt es vor allem in unseren Läden, die immer schon stark waren. In Frankfurt und Münster sind wir sogar über Vorjahr. In Düsseldorf war es auch kein normaler Mittwoch, da mussten wir einige Kunden schon vertrösten. Berlin läuft langsam an, vor allem in Mitte am Hackeschen Markt war es ganz okay. Schwächer sind nach wie vor Stuttgart und Hamburg, aber auch da geht es bergauf.

In Hamburg streiten gerade die Gerichte um eine Aufhebung der 800m²-Beschränkung. Die Kauf Dich Glücklich-Läden sind ja alle kleiner. Würden Sie dennoch begrüßen, wenn auch die Großen uneingeschränkt öffnen können?
Auf jedem Fall. Wir sind ja immer auf dem Standpunkt, Konkurrenz belebt das Geschäft. Gerade unsere Läden in den Fußgängerzonen würden sehr davon profitieren. Und ich glaube nicht, dass die Ansteckungssraten dadurch extrem steigen würden, denn allein dadurch, dass die Leute kaum noch reisen, wurden ja viele Infektionsketten durchbrochen.

In Hamburg wollen Sie auch im Juni einen neuen, Ihren mit 600m² größten Store eröffnen. Stehen die Pläne trotz Corona?
Klar, die Verträge sind seit langem unterschrieben. Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren. Wir geben dort Vollgas und arbeiten auch an unserem typischen selbst gemachten Ladenbau. Die einzigen Abstriche werden wir wahrscheinlich in der Besetzung machen − wir werden nicht ganz so viele Mitarbeiter auf der Fläche haben wie üblich.

Haben Sie generell das Personal reduziert?
Ja, statt einem Mitarbeiter pro 10m² ist es jetzt ein Mitarbeiter pro 20m². In kleinen Läden ist manchmal auch nur ein Verkäufer auf der Fläche. Etwa ein Drittel unserer 500 Leute ist noch in Kurzarbeit. Aber wir stocken jetzt langsam auf.

Erwarten Sie jetzt zum Wochenende einen größeren Ansturm?
Auf jedem Fall, mit dem heutigen Donnerstag beginnen ja die shoppingstarken Tage. Ich habe gerade nochmal 30 Liter Desinfektionsmittel bestellt und meinen Mitarbeitern in einer Rundmail die Sicherheitsvorkehrungen nochmal erklärt. Je sicherer sich die Kunden fühlen, desto mehr kaufen sie auch.

stats