Restart-Protokoll von Kauf Dich Glücklich-Geschäftsführerin Andrea Dahmen

Tag Zwei bei Kauf Dich Glücklich: "Die Leute haben Lust auf Mode"

Andrea Dahmen, die gemeinsam mit Christoph Munier den überregionalen Filialisten Kauf Dich Glücklich betreibt, berichtet an dieser Stelle jeden Tag über die Stimmung unter ihren Mitarbeitern und ihren Kunden zur Wiedereröffnung nach dem Lockdown.



TextilWirtschaft: 17 Ihrer 22 Stores sind seit gestern wieder geöffnet. Wie läuft es?
Andrea Dahmen: Insgesamt sehr gut, unsere Stammkunden kommen, und sie haben Lust auf Mode. Man merkt, wie froh sie sind, dass sie wieder kommen dürfen. Und da unsere Läden zum Glück alle kleiner als 800 m² sind, konnten wir bis auf Berlin alles öffnen.


Gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Städten?
Ja, es gibt Licht und Schatten. Die Frequenzen in NRW und Münster waren gestern und heute sehr gut. In Köln und Frankfurt lagen die Umsätze fast auf Vorjahresniveau. In Bremen hat der Laden richtig gebrummt. Dagegen liefen die Geschäfte in Hamburg und Stuttgart ziemlich verhalten. Generell ist dort weniger los, wo wir in der Innenstadt neben den großen Vertikalen sind, von denen viele noch nicht geöffnet haben. Die kleinen Nebenstraßen, zwischen den anderen kleinen Läden, sind gut besucht.



Was kaufen die Kunden?
Alles, was sommerlich ist. Besonders Sandalen gehen richtig gut.



Haben Sie schon rabattiert?
Ja, wir hatten schon im Online-Shop angefangen und haben den Midseason-Sale jetzt fortgesetzt und sogar was draufgelegt. Zwischen 30 bis 50% geben wir Preisnachlass. Das tut schon weh, aber ohne geht es leider nicht. Zumal die anderen Großen ja alle mit Nachlässen gestartet sind. Irgendwie müssen wir die Saison ja noch retten und die alte Ware abverkaufen.

Wie halten Sie die Sicherheitsvorkehrungen ein?
Wir haben an unsere Mitarbeiter Atemschutzmasken verteilt. Es besteht natürlich keine Pflicht, sie zu tragen, aber die meisten tun es, auch weil es für die Kunden ein klares Signal ist. Außerdem halten wir uns natürlich an alle Vorschriften und klaren Abstandsregeln und zählen alle Leute, die in den Laden kommen.

 

Gab es Kontrollen?
Nein, bislang nicht.

Wie ist die Stimmung unter den Mitarbeitern?
Die sind natürlich hoch motiviert und super froh, dass es endlich wieder losgeht.



Gibt es auch Ängste?
Nein. Wir haben es unseren Leuten freigestellt. Wer sich unsicher fühlt, kann auch auf Kurzarbeit bleiben. Aber das hat keiner genutzt.



Wie bereiten Sie den Restart in den fünf Läden am Stammsitz Berlin morgen vor?
Eigentlich gar nicht. Wir schließen einfach auf und sind froh und dankbar, dass wir endlich wieder da sind. Natürlich machen wir den Laden fit, aber wir starten nicht mit einem speziellen Event

stats