Rückkehr zur neuen Normalität

Frankreich: Der Modehandel scharrt mit den Füßen

Image Images/Hans Lucas
Noch sind die Einkaufsstraßen in französischen Metropolen wie Toulouse verwaist. Das soll sich am 11. Mai ändern.
Noch sind die Einkaufsstraßen in französischen Metropolen wie Toulouse verwaist. Das soll sich am 11. Mai ändern.

Die französischen Modehändler bereiten sich langsam auf den Restart ihrer Geschäfte vor. Während die deutschen Kollegen seit diesem Montag nach und nach ihre Läden in begrenztem Maße wieder aufmachen dürfen, müssen sich die Händler auf der anderen Seite des Rheins noch bis zum 11. Mai gedulden. Dann endet die Ausgangssperre und somit auch das Verbot, Läden zu betreiben, die nicht Artikel des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel verkaufen.


Die Modehändler dürfen ihre Geschäfte nur dann wieder eröffnen, wenn sie Maßnahmen zum Social Distancing durchsetzen, zum Beispiel durch Abstandshalter. Der Handelsverband FCD hat dazu Vorschläge entwickeln, die sich an den Maßnahmen des Lebensmittelhandels orientieren, zum Beispiel Plexiglas-Scheiben an den Kassen, die Verteilung von Mundschutzmasken an das Personal, die regelmäßige Desinfektion von Kisten und Körben, Desinfektionsgels für die Kunden, die Regulierung des Kundenstroms und Abstandsvorgaben bei den Warteschlangen.

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, entwickelt der Dachverband Alliance du Commerce, in der sich die die Verbände der Bekleidungs-, Schuh- und Innenstadthändler zusammengeschlossen noch in dieser Woche einen Plan für die Reopeningphase. Somit hätten die Händler fünfzehn Tage Zeit, die Maßnahmen umzusetzen. Unklar ist noch, ob − wie in Deutschland − nur Geschäfte mit einer bestimmten Größe neu starten dürfen.

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