Galeria Karstadt Kaufhof im Schutzschirmverfahren

Galeria: Sanierung zunächst ohne Staatshilfe

Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof, der gerade erst ein Schutzschirmverfahren beantragt hat, will offenbar zunächst keinen Förderkredite der KfW beantragen.

Arndt Geiwitz, Generealbevollmächtigter von Galeria Karstadt Kaufhof will keine Hilfskredite der KfW beantragen. Das sagte der Sanierungsexperte in einem Gespräch mit der Lebensmittelzeitung, die wie die TextilWirtschaft Teil in der dfv Mediengruppe erscheint.

"Wir werden zunächst keine Mittel aus den nun mithilfe der KfW-Bank bereitgestellten Töpfen in Anspruch nehmen", wird Geiwitz in dem Bericht zitiert. Das gelte jedoch nur, wenn die Häuser nicht auch noch über den Sommer geschlossen bleiben müssten. Zunächst sollen die 140 Mio. Euro, die René Benko, Eigentümer des Warenhauskonzerns, zugeschossen hatte, ausreichen. Sollte der Shutdown noch länger anhalten, könnten Fördermittel jedoch wieder ein Thema werden.

Der Sanierer drängt darauf, dass die Filialen Ende April wieder ihre Türen öffnen können und betont, dass erst die verordneten Schließungen zur Schieflage geführt hätten. "Ohne diesen von der Corona-Krise ausgelösten Shutdwon wäre das Unternehmen nicht in die Schieflage geraten und das Schutzschirmverfahren in Eigenverantwortung jetzt nicht notwendig."

Branchenkenner bezweifeln jedoch, ob Galeria Karstadt Kaufhof überhaupt an Förderkredite kommen würden, da diese nur für Unternehmen gedacht sind, die ausschließlich aufgrund der Corona-Krise liquide Mittel brauchen und nicht schon vorbelastet waren.
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