Social Shopping: Vom uninteressierten Beobachter zum aktiven Käufer

TikTok und die Kraft des Community Commerce

Imago / ZUMA Wire
TikTok kann den Community-Gedanken offenbar besonders gut aktivieren.
TikTok kann den Community-Gedanken offenbar besonders gut aktivieren.

Community Commerce ist eine Unterart des Social Commerce und beschreibt die Verbindung aus Community, Unterhaltung und Shopping. TikTok und Publicis, die seit Kurzem eine Kooperation zu diesem Thema haben, wollen die Wirkkraft des Community Commerce nun mit Zahlen untermauern.

Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung: Menschen können sich durch Social-Media-Communities von uninteressierten Beobachtern zu aktiven Käufern wandeln. So gaben mehr als 70% der Befragten an, dass Social-Media-Plattformen sie zu Käufen inspiriert haben, auch wenn sie eigentlich nicht einkaufen wollten. TikTok kann den Community-Gedanken offenbar besonders gut aktivieren: 74% der Nutzerinnen und Nutzer fühlen sich nach eigenem Bekunden beim Stöbern in der App nah an den neuesten Trends und Herausforderungen.
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Eine zentrale Rolle kommt dabei natürlich Influencern und Creators zu. Laut den Umfrageergebnissen fördern sie die Entdeckung von Produkten (78%)informieren ihr Publikum (76%) und inspirieren es, neue Produkte auszuprobieren (73%). Eine Folge davon: Der traditionelle Sales Funnel funktioniert im Community Commerce nicht mehr. Oft findet das Erleben erst nach dem Kauf statt, besonders in Kategorien wie Kleidung, Accessoires, Schönheit und Körperpflege.

"Die Schnittstelle zwischen Community, Shopping und Unterhaltung ist das Besondere an TikTok. Ich kann von der Unterhaltung durch meine Lieblings-Creators ganz einfach zum Shopping übergehen - oder meinen Freunden davon erzählen und es teilen", sagt Amy Lanzi, EVP North America practice lead, Publicis Groupe. Kathrin Franssen, Head of Agency Partnerships DACH bei TikTok Deutschland, ergänzt: "TikTok schafft für Marken einen idealen Ort, die Zielgruppen auf eine positive Art zu erreichen. Marken sollten als Creators agieren und eng mit der Community zusammenarbeiten. Sie können sich so völlig neu positionieren."

Die Studie
An der Entstehung des Whitepapers mit dem Titel "From Discovery to Purchase: The Role of Community Commerce" war auch das World Advertising Research Center beteiligt. In einer ersten Stufe wurden 2230 Verbraucherinnen und Verbraucher in elf Märkten (Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, USA, Kanada, Indonesien, Saudi-Arabien, VAE und Brasilien) befragt. Die Umfrageteilnehmer waren zwischen 18 und 45 Jahre alt und wöchentlich auf mindestens zwei Social-Media-Plattformen aktiv. Es folgten Einzelinterviews mit 18 Marketingverantwortlichen von Werbungtreibenden und Agenturen, ehe alle Daten zusammen mit Best-Practice-Beispielen abgeglichen wurden.


Dieser Text erschien zuerst auf www.horizont.net.

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