Sportartikelkonzern in der Corona-Krise

Adidas will KfW-Kredit offenbar mit Anleihe ablösen

Adidas
Adidas-Flagship in Shanghai
Adidas-Flagship in Shanghai

Adidas plant einem Medienbericht zufolge die Ausgabe einer Anleihe. Mit der milliardenschweren Anleihe solle der Staatskredit zur Überbrückung der Corona-Krise wieder abgelöst werden, berichtet das Manager Magazin. Auf TW-Anfrage wollte das Unternehmen diese Information nicht bestätigen, sondern verwies auf eine Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen, die am Montag kommender Woche stattfinden soll.


Mitte April hatte der Konzern bekanntgegeben, dass er eine Genehmigung für einen Konsortialkredit "zu üblichen Marktbedingungen" in Höhe von drei Mrd. Euro bekommen hat. Neben der Darlehenszusage in Höhe von 2,4 Mrd. Euro durch die staatliche Förderbank KfW hatte ein Konsortium von Partnerbanken ein Darlehen in Höhe von weiteren 600 Mio. Euro zugesichert. Die Laufzeit für die Kreditvereinbarung beträgt 15 Monate. Das Unternehmen kann den Kredit jederzeit vorzeitig kündigen.


Mit dem Kredit will Adidas die finanzielle Flexibilität des Unternehmens sichern – zur Überbrückung der Ausnahmesituation aufgrund der Corona-Krise. Die Herzogenauracher erklärten allerdings, dass die Anspruch genommenen Teile des Kredits „inklusive Zinsen und Gebühren so schnell wie möglich“ zurückgezahlt würden. Die Inanspruchnahme des Konsortialkredits führe nicht zu einer Staatsbeteiligung, wie das Unternehmen betonte.

Bei dem Kredit belaufe sich der Risikoanteil der staatlichen Förderbank KfW auf 80% des Finanzierungsbetrags. „Die aktuelle Situation stellt sogar gesunde Unternehmen vor ernsthafte Herausforderungen. Wir möchten der Regierung für ihr schnelles und umfassendes Handeln als Reaktion auf diese beispiellose globale Krise danken“, sagte Vorstandschef Kasper Rorsted in diesem Zusammenhang.

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