Statistisches Bundesamt veröffentlicht erste Zahlen für Februar

Inflationsrate steigt auf über 5%

Imago / nordpool/Riediger
Für viele Produkte müssen die Verbraucher mittlerweile deutlich mehr hinlegen, als noch vor einem Jahr.
Für viele Produkte müssen die Verbraucher mittlerweile deutlich mehr hinlegen, als noch vor einem Jahr.

Nach einem leichten Rückgang im Vormonat zieht die Teuerungsrate in Deutschland im Februar wieder stärker an.

Die Verbraucherinnen und Verbraucher mussten nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) für Waren und Dienstleistungen durschnittlich 5,1% mehr bezahlen als im Vorjahresmonat. Im Januar hatte die Inflationsrate noch bei 4,9% gelegen.


"Obwohl die Basiseffekte infolge der temporären Mehrwertsteuersenkung und des Preisverfalls der Mineralölprodukte im Jahr 2020 seit Januar 2022 entfallen, bleibt die Inflationsrate hoch", teilt die Wiesbadener Behörde mit. Einfluss auf die Preisentwicklung hätten weiterhin die coronabedingten Effekte wie zum Beispiel die Lieferengpässe. Dass die Probleme bei der Lieferung von Vorprodukten und Rohstoffen wieder größer geworden sind, bestätigte am Montag auch das Ifo Institut.

Auf die Teuerungsrate wirkte sich vor allem der deutliche Preisanstieg auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen und bei den Energieprodukten aus, so Destatis. So erhöhten sich die Energiepreise im Februar um 22,5%. "Diese Effekte werden überlagert durch die Unsicherheiten infolge des Angriffs Russlands auf die Ukraine", teilt die Behörde des Weiteren mit.

Die Inflationsrate wird von Destatis als Veränderung des Verbraucherpreisindex' (VPI) im Vergleich zum Vorjahresmonat gemessen. Die endgültigen Zahlen zur Preisentwicklung im Februar mit Angaben zu den einzelnen Branchen werden am 11. März 2022 veröffentlicht.

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