Studie zu den Folgen der Covid-19-Krise

Marken werden in Zeiten von Corona weniger wichtig, Preisbewusstsein steigt

imago images / Müller-Stauffenberg
Wie verändert sich das Kaufverhalten der Verbraucher? Dieser Frage nimmt sich die Studienreihe von Pilot an.
Wie verändert sich das Kaufverhalten der Verbraucher? Dieser Frage nimmt sich die Studienreihe von Pilot an.

Welchen Einfluss hat die Corona-Krise auf das Konsumverhalten? Dies ist ein Aspekt der Studienreihe Pilot Radar "Markenkommunikation in Zeiten von Corona" von der Agenturgruppe Pilot. Für die Kalenderwochen 13 zeigt sich, dass das Preisbewusstsein der Verbraucher steigt - und die Markentreue sinkt.

Die Besorgtheit der Konsumenten angesichts des Coronavirus hemmt die Ausgabebereitschaft. Diesen Trend sieht die Agenturgruppe Pilot in ihrer wöchentlichen Studie bestätigt. So beabsichtige die eine Hälfte der Bevölkerung, in den kommenden Wochen genauso viel Geld wie bisher auszugeben. Die andere Hälfte fahre wiederum einen Sparkurs. Interessant dabei: Vor allem die jüngeren Befragten zwischen 18 und 29 Jahren wollen weniger ausgeben (51%). 56% der 40- bis 49-Jährigen wollen im Unterschied dazu an ihren Konsumgewohnheiten festhalten.


Beim Thema Konsum zeigt sich außerdem, dass das Preisbewusstsein der Verbraucher zunimmt. Dafür hat Pilot die aktuellen Ergebnisse mit den Werten aus der Marktmediastudie "Best for Planning III/2019" verglichen. Demzufolge sind die Konsumenten derzeit preissensibler, während die Orientierung an Marken an Relevanz verliert (siehe Grafik).

Marke wird in Zeiten von Corona offenbar weniger relevant für die Konsumenten
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Marke wird in Zeiten von Corona offenbar weniger relevant für die Konsumenten
Zum Gewinner der aktuellen Situation küren die Studieninitiatoren, wenig überraschend, den E-Commerce. So fand Pilot heraus, dass Menschen in vielen Kategorien nicht warten wollen, bis die stationären Läden wieder öffnen und stattdessen online kaufen. Dies betreffe insbesondere die Produkte Bekleidung und Schuhe sowie Outdoor. Auch Unterhaltungselektronik, kleinere Haushaltsgeräte und Smartwatches werden der Studie zufolge verstärkt im Internet bestellt.
Über die Studie
Die Studienreihe Pilot Radar "Markenkommunikation in Zeiten von Corona" soll die drängensten Fragen von Markenverantwortlichen in Zeiten der Corona-Krise beantworten. Jede Woche werden dafür auf Basis von 1.000 repräsentativen Online-Interviews die Einstellungen und Verhaltensweisen der Deutschen in Zeiten von Covid-19 erhoben. Damit sollen Veränderungen und Trends im Verlauf der Krise aufgezeigt werden, aus denen sich Kommunikationsempfehlungen ableiten lassen.
Für die Marketingkommunikation in Zeiten von Corona empfiehlt Pilot auf Basis der Studienergebnisse, Botschaften und konkretes Handeln in der Krise zu vermitteln. "So könnten Marken in ihrer Kommunikation beispielsweise das aktuell steigende Bedürfnis der Menschen nach Sicherheit und Vertrauen inhaltlich aufgreifen. Denn der Pilot Radar in dieser Woche verdeutlicht: Eine positive, zukunftsgerichtete Einstellung fördert bei den Deutschen die Kaufbereitschaft", heißt es bei der Agenturgruppe.

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