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Tarifverhandlungen für die Schuh- und Sportartikelindustrie

5% mehr Geld für Beschäftigte von Adidas, Puma, Lloyd & Co.

IG BCE
Einigung erzielt: Arbeitgebervertreter Manfred Junkert und der Gewerkschafter Frieder Weißenborn beglückwünschen sich gegenseitig.
Einigung erzielt: Arbeitgebervertreter Manfred Junkert und der Gewerkschafter Frieder Weißenborn beglückwünschen sich gegenseitig.

Für die rund 13.000 Beschäftigten in der Schuh- und Sportartikelindustrie gibt es einen neuen Tarifvertrag. Arbeitgebervertreter einigten sich mit der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) darauf, dass die Beschäftigten ab 1. Oktober 3% mehr Geld bekommen

Für die unteren Entgeltstufen E 1 bis E 4 wird das Entgelt nicht prozentual erhöht, sondern auf feste Entgeltbeträge festgelegt. Laut IG BCE liegt in diesen Entgeltgruppen das Plus bei bis zu 4,1%.


In einer zweiten Stufe steigen ab Januar 2021 kommenden Jahres sämtliche Tarifentgelte um 1,9%. Die Auszubildendenvergütungen verbessern sich ab Oktober um 100,00. Im Januar 2021 gibt es einen weiteren Aufschlag von 20 Euro.

Der Vertrag hat eine Laufzeit von 27 Monaten und gibt damit den Unternehmen eine „langfristige Planungssicherheit“, sagt Gerd Koschik, der den sozialpolitischen Ausschusses der Schuhindustrie leitet. Somit sei das Ergebnis „trotz der heterogenen Branchenstruktur und des sich abkühlenden gesamtwirtschaftlichen Umfeldes vertretbar“. Der Tarifvertrag gilt u.a. für Puma, Ara und Llyod.


Die Arbeitnehmerseite zeigt sich ebenfalls zufrieden: "Wir haben ein rundum solides Tarifpaket schnüren können", sagte IG-BCE-Verhandlungsführer Frieder Weißenborn. "Damit sind wir in der Branche auf dem Weg zu mehr tarifpolitischer Wertschätzung der Beschäftigten einen großen Schritt weitergekommen." Weißenborn hob die Einigung bei den Auszubildendenvergütungen hervor. "Hier haben wir eins zu eins geliefert, was wir gefordert hatten."

Beim Adidas-Konzern, für den es im Tarifvertrag eine eigene Entgelttabelle gibt, wurde zusätzlich erstmals festgeschrieben, dass neben den Entgelten vieler Beschäftigter künftig auch die Auszubildendenvergütungen 9% über denen der Schuhindustrie liegen. Gleichzeitig vereinbarten beide Seiten, dass Einsteiger in den unteren Entgeltgruppen (E1 bis E4) gleich zu Beginn ihrer Tätigkeit den Lohn eines zweijährig Beschäftigten bekommen. "Davon profitieren vor allem die Beschäftigten in den Logistikzentren", erklärte die Gewerkschaft.

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