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Termin-Rochade

Verschieben sich jetzt die Sommer-Messen?


Premium Exhibitions
Anita Tillmann und Jörg Arntz wollen sich erst nach weiteren Absprachen über eventuelle Terminverschiebungen äußern
Anita Tillmann und Jörg Arntz wollen sich erst nach weiteren Absprachen über eventuelle Terminverschiebungen äußern

Mit der Schließung des stationären Modehandels gerät der gesamte Saisonverlauf ins Stocken. Möglicherweise verschieben sich alle Termine nach hinten. Schließlich ist vollkommen unklar, wann die Geschäfte wieder öffnen, wie dann der weitere Saisonverlauf aussieht und ob die ersten Pre-Kollektionen tatsächlich im Mai geordert werden können. Der gesamte Rhythmus ist dadurch mit einem Fragezeichen versehen. Das betrifft letztlich auch die Messen. Bis Mai sind bereits viele Veranstaltungen abgesagt. Und auch wenn die Pitti bislang noch an ihrem Juni-Termin festhält, bleibt Ungewissheit. Am Mittwoch gab nun Jörg Wichmann das Aus für die Panorama im Juni/Juli bekannt

Und auch Anita Tillmann und Jörg Arntz, Managing Directors der Premium Berlin, melden sich jetzt zu Wort. Sie mahnen allerdings zur Besonnenheit: "Als Messerveranstalter haben wir eine große Verantwortung. Wir halten es daher für falsch, zum jetzigen Zeitpunkt eine feste Aussage darüber zu treffen, ob Premium und Seek aufgrund der Verbreitung des Corona-Virus und der daraus resultierenden Folgen verschoben oder abgesagt werden müssen. Es ist einfach noch zu früh, um das sicher zu sagen, da derzeit niemand in der Lage ist, die Dauer und die vollen Auswirkungen der derzeitigen Situation vorherzusehen. Aus diesem Grund werden wir nicht vor Mitte oder Ende April zu diesem Punkt Stellung nehmen."

Allerdings befinde man sich derzeit in intensiven Gesprächen mit allen Geschäftspartnern, um zu sondieren, was für alle Marktteilnehmer die beste Lösung ist. Darüber hinaus stehe man mit den jeweiligen Messeveranstaltern auf nationaler und internationaler Ebene in Kontakt, um alle Möglichkeiten zu prüfen und gegebenenfalls alternative Termine abzustimmen, heißt es aus Berlin weiter. "Es steht außer Frage, dass wir uns in einer dramatischen Krise befinden. Um jedoch optimistisch zu bleiben, sehen wir auch die Möglichkeit, einige der derzeitigen Marktstrukturen und Regeln neu zu bewerten, zum Beispiel im Hinblick auf die Lieferzyklen, um schließlich allen Marktteilnehmern zu helfen", so Tillmann und Arntz abschließend.

Auch Thimo Schwenzfeier, Show Director der Neonyt, argumentiert in eine ähnliche Richtung: "Derzeit gehen wir, das Management der Messe Frankfurt, davon aus, dass sich die Situation bis Ende Juni entspannt hat, und wir das Event wie geplant und in einem sicheren, positiv gestimmten und nach vorne blickenden Umfeld im Tempelhof Berlin veranstalten können. Allerdings müssen wir uns eingestehen, dass Prognosen – auch die der Experten – derzeit äußerst schwierig zu treffen sind. Deshalb arbeiten wir im Hintergrund bereits an einem Plan B und stehen dafür im engen Austausch mit allen Marktteilnehmern und den zuständigen Behörden in Berlin."

Falls es zu einem Plan B kommen sollte, werde man zeitnah informieren, heißt es weiter. Dabei geht man auch bei der Messe Franfurt, die mit den Premium-Machern im Gespräch ist, mit Blick auf behördliche Auflagen von Ende April bezüglich weiterer Neuigkeiten aus.  Ganz klar betonen die Neonyt-Macher darüber hinaus: "Die Absage der Panorama tangiert uns in unseren Planungen nicht."
Die Diskussion um den weiteren Saisonerlauf steht damit erst am Anfang.
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