Texoversum für Hochschule Reutlingen

Südwesttextil spendet Innovationszentrum

Südwesttextil
Denkfabrik und Ausbildungsstätte: Das Texoversum an der Hochschule Reutlingen soll im Herbst 2022 eröffnen.
Denkfabrik und Ausbildungsstätte: Das Texoversum an der Hochschule Reutlingen soll im Herbst 2022 eröffnen.

Futuristisch mit Carbonfaser-Fassade und ein echter Hingucker: So soll das neue Ausbildungs- und Innovationszentruman der Hochschule in Reutlingen aussehen.

Das sogenannte Texoversum hat der Arbeitgeberverband Südwesttextil der Hochschule Reutlingen gspendet. Ab Herbst 2022 sollen dort verschiedene Gruppen zusammen kommen. Studierende mit Unternehmen, Gründer mit Investoren, Entwickler aus der Industrie mit Forschern. Daneben sollen Auszubildendene an allen Stationen der textilen Kette geschult werden. Dafür wird vom Verband die überbetriebliche Ausbildung, sie ist bisher im Ausbildungszentrum Gatex in Bad Säckingen angesiedelt, nach Reutlingen verlagert.

Das Texoversum hat eine Fläche von 3000m² auf der Werkstätten, Labore, Think Tank- und Unterrichtsräume untergebracht werden. Auch die rennomierte Textilsammlung der Hochschule wird dort künftig ihren Platz haben. Nach Fertigstellung wird der Bau von Südwesttextil an das Land Baden-Württemberg und damit an die Hochschule übergeben. Ziel sie, eine moderne Plattform zu schaffen, auf der alle, die auf unterschiedlichste Art und Weise mit Textil zu tun haben, einen Platz finden. "Ich wünsche mir das Texoversum als hybride Zukunftswerkstatt, in der der textile Nachwuchs ausgebildet wird, neue Produkte und auch neue Unternehmen entstehen und Wirtschaft noch gezielter mit Wissenschaft zusammenkommt", sagt Südwesttextil-Präsident Bodo Bölzle. In dem neuen Gebäude würden "erstklassige textile Ausbildung und Forschung über die gesamte Wertschöpfungskette" gebündelt und "die Welt von morgen" gestaltet, hofft Dekan der Fakultät Textil&Design, Prof. Jochen Strähle.

Der Entwurf für das Texoversum stammt von den Stuttgarter Proffessoren Markus Allmann (Allmann, Sattler Wappner Architekten), Achim Menges (Menges Scheffler Architekten) und Jan Knippers (Jan Knippers Ingenieure). Menges und Knippers zeichnen auch verantwortlich für die Carbonfaser-Fassade, die komplett mit Robotern gefertigt wurde, ein Verfahren, das bislang nur bei Tragwerksstrukturen für Pavillons eingsetzt wurde. Das Gebäude ist Teil der Planungen für den Reutlinger Campus.
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