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Farfetch startet 20%-Rabattaktion

Farfetch
Going Far: Der Online-Marktplatz Farfetch ist inzwischen in New York gelistet.
Going Far: Der Online-Marktplatz Farfetch ist inzwischen in New York gelistet.

Es ist schwer vorhersehbar, wie sich die Coronavirus-Pandemie auf Online-Marktplätze auswirkt. Relativ naheliegend ist, dass sich in einem depressiven Konsumumfeld der Preiswettkampf in den nächsten Wochen verschärft. Der Luxus-Marktplatz Farfetch startet eine Rabattaktion, die den Händlern in Europa helfen könnte.

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie beginnt der Preiskampf im Internet. Der Luxus-Marktplatz Farfetch hat diese Woche eine Rabattaktion gestartet und bietet mitten in der Frühjahrssaison Preisnachlässe von bis zu 20% an. Das geht aus einer Farfetch-Nachricht an die Händler hervor, die die TW einsehen konnte.


Für Kunden in Russland, Japan und dem Mittleren Osten senkt Farfetch die Preise vom 17. bis zum 23. März um 20%. Für die Region China, Hongkong, Macau und Taiwan nimmt der Marktplatz die Preise vom 16. März bis zum 23. März um 15% nach unten. Die Nachlässe gelten nur für ausgewählte Kunden und Marken. In beiden Fällen finanziert Farfetch den Nachlass zu 100%. Farfetch kommentierte die Information auf TW-Anfrage nicht.

Die Vermutung liegt nahe, dass die Rabattaktion der Covid-19-Pandemie geschuldet ist. Das Virus breitet sich in Europa und den USA aus. Dementsprechend beschließen die Regierungen immer drastischere Restriktionen. Nachdem die Läden bereits in Italien geschlossen sind, verhängen auch andere Länder wie Deutschland entsprechende Verbote. Dementsprechend sitzen viele Händler auf der Frühjahrsware und hoffen, sie über Marktplätze wie Farfetch in Richtung Fernost abzuschleusen. Eine Preissenkung, wie sie Farfetch für diese Woche vorgenommen hat, hilft den Multibrand-Händlern möglicherweise dabei.

Bislang ist schwer vorhersehbar, wie sich die Covid-19-Pandemie auf Marktplätze wie Farfetch auswirkt. Das Unternehmen, das von CEO José Neves geführt wird, hält bislang an den Prognosen fest, die es Ende Februar bekannt gegeben hat. „Wir spüren bislang keine erheblichen Auswirkungen auf die Aktivität auf unserem Handelsplatz und auf unsere Lieferkette“, teilte Farfetch mit. „Die Situation bleibt unsicher. Wir beobachten die Entwicklungen genau.“ Allerdings zwang die Pandemie das Unternehmen dazu, den für den 12. März geplanten Investorentag zu verschieben.

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