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Farfetch startet 25%-Rabattaktion

Farfetch
Farfetch: Die Plattform von José Neves senkt aggressiv die Preise.
Farfetch: Die Plattform von José Neves senkt aggressiv die Preise.

Auch der E-Commerce hat zu kämpfen. Während auf den Seiten von Yoox Net-a-Porter temporär nichts mehr bestellt werden kann, locken andere Anbieter mit heftigen Preisabschlägen auf die Frühjahrskollektion 2020, darunter der Londoner Luxusmode-Marktplatz Farfetch.

Der Preiskampf im E-Commerce verschärft sich. Nach TW-Informationen startet der britische Luxus-Marktplatz Farfetch, der von CEO José Neves geführt wird, ab Montag mit einer weiteren Rabattaktion. Die Preise auf die Frühjahrskollektion 2020 werden um 25% gesenkt. Die Multibrand-Händler entscheiden, ob sie daran teilnehmen oder nicht. Die Initiative ist erst einmal zeitlich unbegrenzt.


Der „25% SS 20 Markdown Event“ gilt nur für ausgewählte Marken. Die Aktion ist global, allerdings sind einzelne Länder wie Belgien, Brasilien, Frankreich, Italien und die Schweiz ausgenommen. Den Preisnachlass schultert der Händler. Allerdings senkt Farfetch die Kommission um 25%, sofern der Händler seinen gesamten Produktkatalog zur Verfügung stellt. Eine Farfetch-Sprecherin ließ eine Bitte um Stellungnahme erst einmal unbeantwortet.

José Neves
Courtesy, Farfetch
José Neves
Es verdichten sich die Hinweise, dass auch der E-Commerce unter der Covid-19-Krise leidet. Die Verbraucher scheinen aktuell wenig Lust zu verspüren, online Mode einzukaufen. Hinzukommt, dass sich die Lieferungen verzögern. Yoox Net-a-Porter (YNAP) hat das Lieferzentrum geschlossen, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu wahren. Das führt dazu, dass auf den YNAP-Seiten Net-a-Porter, Mr Porter und Yoox aktuell nichts mehr bestellt werden kann.



Die E-tailer, die weiter operativ sind, locken mit Preisabschlägen. Laut dem Analysehaus RE Analytics bieten Marktplätze wie Farfetch und Internethändler wie Matchesfashion, Mytheresa und Luisa Via Roma höhere Rabatte als im Vorjahr an. „Die Covid-19-Notsituation löst eine Kettenreaktion aus. Die Preisaktionen werden immer aggressiver. Die Händler versuchen mit dem letzten Verkaufskanal, der ihnen offensteht, zu retten, was zu retten“, sagt RE Analytics-Gründer Andrea Squatrito.

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