TW-Fragebogen

Sagen Sie mal, Angelika Schindler-Obenhaus

Julian Belz
Angelika Schindler-Obenhaus ist CEO des DOB-Konzerns Gerry Weber.
Angelika Schindler-Obenhaus ist CEO des DOB-Konzerns Gerry Weber.

In der TW geht es meistens um Zahlen und Business. In unserer Rubrik "Sagen Sie mal!" wollen wir uns den Menschen der Branche nähern und stellen ihnen persönliche Fragen. Vom ersten Berufswunsch bis zum Mentor, vom Lieblingshotel bis zum Film, der sie zum Weinen bringt. Heute: Angelika Schindler-Obenhaus, CEO von Gerry Weber

Welcher Modekauf hat Sie zuletzt glücklich gemacht?
Ein "Seemanns"-Troyer, made in Apolda/Germany aus 100% Merinowolle für meinen Mann (den aber auch ich tragen werde, er weiß es nur noch nicht...).

Wie würden Sie Ihren eigenen Stil beschreiben?
Nachhaltige langlebige Classics von guter Qualität gepaart mit einigen wenigen Trendpieces: classy with a twist.

Welche*n Akteur*in der Modebranche bewundern Sie?
Alle Akteur*innen, die Visionen und Ideen für die Zukunft unserer Branche mutig umsetzen.

Sind Sie in Ihrem Unternehmen Mentorin? Wenn ja, wessen?
Formell sehe ich mich nicht als die "Mentorin für...", sondern halte es für einen Bestandteil meiner Führungsaufgabe, unsere Unternehmenswerte, unsere Strategie und unsere Vision vorzuleben. Darüber hinaus halte ich es für eine wichtige Führungseigenschaft, in richtigem Maße zu fördern und zu fordern. Dazu gehört es, in jedem Menschen zu sehen, was er kann, welches Potential er hat und was er benötigt, um es in seinem Sinne und dem des Unternehmens voll zu entwickeln. Das versuche ich täglich so umzusetzen.

Abendessen mit drei Promis? "Elon Musk, Phoebe Philo, Michelle Obama"
Imago Images (2)
Abendessen mit drei Promis? "Elon Musk, Phoebe Philo, Michelle Obama"
Wer war Ihr*e Mentor*in?
Als allererstes meine Oma, die mir Neugier auf die Welt, auf Menschen und auf Mode vorgelebt hat.

Ihr erster Berufswunsch?
Visagistin.

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?
Rangerin im Ngorongoro-Krater in Tansania.

Im Unternehmen: lieber duzen oder siezen? 
Duzen.

Diversity in Unternehmen bedeutet …
… eine heterogene und vielfältige Unternehmenskultur mit Chancengleichheit und einem wertschätzenden Umgang mit Individualität.

Zuletzt geladene App? "Mein Laborergebnis - leider"
Screenshot / Apple App-Store
Zuletzt geladene App? "Mein Laborergebnis - leider"
Die Frauenquote im Topmanagement ist…
… in der Gerry Weber-Gruppe top! Die Frauenquote in Führungspositionen ist wie folgt: Vorstand: 50% / Erste Führungsebene (Executive Vice President bzw. Director): 40% / Head of bzw. Leiter: 63,64% / Team Leader bzw. Teamleiter: 65,22%. Die Frauenquote im Unternehmen beträgt insgesamt 91,03%. Diese sehr hohe Frauenquote hängt damit zusammen, dass wir auf den Verkaufsflächen unseres eigenen Retails aktuell ausschließlich Frauen haben.

Ihr Lieblingshotel?
Das James Flensburg.

Bestes Restaurant für ein Date?
The Tasting Room, Quartier Francais, Franschhoek, Cape Town. Da es ein kleines, romantisches Restaurant ist und es nur ein "Tasting-Menü" gibt, das alle Sinne berührt, hat man Zeit und Augen für sein Gegenüber.

Bei welchem Film haben Sie zuletzt geweint?
Netflix-Dokumentation "Seaspiracy".

Hier muss Angelika Schindler-Obenhaus tanzen: Michael Jackson

Wer oder was bringt Sie zum Lachen?
Gott sei Dank sehr vieles!

Zu welchem Song tanzen Sie am liebsten?
„This Girl" von Kungs, „Don't Stop, til you get enough" von Michael Jackson.

Ihr schrägstes Urlaubssouvenir?
Ich bringe von jedem Trip ein typisches Souvenir mit – alle schräg.

Welche App haben Sie zuletzt geladen?
Mein Laborergebnis – leider.

Traumziel Tansania: Schindler-Obenhaus wäre gerne mal für einen Tag Rangerin im Ngorongoro-Krater.
Privat
Traumziel Tansania: Schindler-Obenhaus wäre gerne mal für einen Tag Rangerin im Ngorongoro-Krater.
Was muss immer im Kühlschrank sein?
Tamari-Sauce.

Sie können drei prominente Menschen zum Essen einladen. Wer sitzt am Tisch?
Elon Musk, Michelle Obama, Phoebe Philo.

Wenn Sie eine Zeitreise in die Vergangenheit machen könnten: Wohin ginge es?
London in den Swinging Sixties.

Lieblingshotel: Das James in Flensburg
Foto: Das James / Marc-Oliver Schulz
Lieblingshotel: Das James in Flensburg
Was tun Sie, um die Welt zu retten?
"I wear, I care" und unsere Nachhaltigkeitsagenda jeden Tag ein Stück voranbringen. Damit lässt sich die Welt sicher nicht retten, aber jeder kleine Schritt ist besser als keiner und bringt uns diesem großen Ziel ein bisschen näher.

Für welches politische Vorhaben würden Sie sich einsetzen?
Bildung, Digitalisierung und Frauenförderung.

Auf welche drei Dinge können Sie auf keinen Fall verzichten?
Laufschuhe, Yogamatte, Smartphone.

Bringt Angelika Schindler-Obenhaus zum Weinen: Die Doku Seaspiracy

Worüber reden Sie am liebsten?
Oh, über vieles...

Welchen Satz hassen Sie am meisten?
"Das haben wir schon immer so gemacht!" Oder: "Das geht nicht!"

Was schätzen Sie an sich besonders?
Mein Bauchgefühl.

Verraten Sie uns eine Ihrer Marotten?
Immer auf Vorrat zu kaufen (außer Toilettenpapier!).

Was bringt andere an Ihnen in Harnisch?
Dass ich mich manchmal an etwas „festbeißen" kann.

Meine besten Freunde nennen mich
Schindi.

Mein*e Partner*in nennt mich
Situations- und stimmungsabhängig bei meinem vollen Vornamen (ernst) oder einem Spitznamen.
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