TW-Fragebogen

Sagen Sie mal, Marco Lanowy!

Alberto
Marco Lanowy ist Geschäftsführer des Mönchengladbacher Hosenanbieters Alberto.
Marco Lanowy ist Geschäftsführer des Mönchengladbacher Hosenanbieters Alberto.

In der TW geht es meistens um Zahlen und Business. In unserer Rubrik "Sagen Sie mal!" wollen wir uns den Menschen der Branche nähern und stellen ihnen persönliche Fragen. Vom ersten Berufswunsch bis zum Mentor, vom Lieblingshotel bis zum Film, der sie zum Weinen bringt. Heute: Marco Lanowy

Welcher Modekauf hat Sie zuletzt glücklich gemacht?
Hervorragend verarbeitete Irish Setter Boots aus hochwertigem, schmutz- und wasserabweisenden Oro-Legacy Leder und mit kälteisolierender Crepesohle von Red Wing für mich und eine neue Leine aus der Albert-Kooperation mit Tau Stil für meinen Golden Retriever Miss Lou.

Wie würden Sie Ihren eigenen Stil beschreiben?
Marco-like. Dabei immer anlassgerecht und niemals dekoriert. Schließlich style ich mich für mich, nicht für andere. Welche Teile ich schlussendlich kombiniere, entscheidet immer meine tagesaktuelle Stimmung.

Welche*n Akteur*in der Modebranche bewundern Sie?
Ich bewundere all jene, die unserer Branche mit Mut und Leidenschaft Herzschlag geben. Diese Eigenschaften gefallen mir aber generell.

Sind Sie in Ihrem Unternehmen Mentor? Wenn ja, wessen?

Ich denke schon. Zumindest versuche ich diese Rolle bei Alberto und auch für unsere Kunden jeden Tag zu leben.

Wer war Ihr*e eigene*r Mentor*in?
Da würden mir viele inspirierende Menschen einfallen. Einen davon herauszustellen, wäre in meinen Augen nicht richtig.

Bei der Arbeit: Marco Lanowy in seinem Büro in Mönchengladbach
Alberto
Bei der Arbeit: Marco Lanowy in seinem Büro in Mönchengladbach


Ihr erster Berufswunsch?

Sie meinen nach Zorro und James Bond? Mein erster echter Berufswunsch war es, Uhrmacher zu werden. Schon in jungen Jahren habe ich sämtliche Uhren und Wecker auseinandergenommen und wieder zusammengebaut. Meine Berufung habe ich schließlich in der Modebranchen gefunden. Zum Glück – das was ich heute mache, mache ich mit großer Leidenschaft.

Wenn Sie für einen Tag den Job von jemand anderem übernehmen könnten – welcher wäre das?

Mir fällt kein Grund ein, warum ich dies tun sollte. Mein eigener ist für mich der Schönste.

In der Coronakrise habe ich gelernt,

nichts für selbstverständlich zu nehmen und, dass in jeder Krise immer auch eine Chance steckt. Es liegt an uns, unser Handeln jeden Tag aufs Neue zu hinterfragen und auf den Prüfstand zu stellen.

Im Unternehmen: lieber duzen oder siezen?
Entscheidend ist meines Erachtens nicht, ob man sich duzt oder siezt, sondern dass man sich mit Respekt und auf Augenhöhe begegnet. Das hat rein gar nichts mit der Anrede zu tun.

Mit drei Promis zum Essen? "Peter Scholl-Latour, wenn er noch am Leben wäre, Malala Yousafzai und Dietmar Hopp"
Imago / Collage: TW
Mit drei Promis zum Essen? "Peter Scholl-Latour, wenn er noch am Leben wäre, Malala Yousafzai und Dietmar Hopp"

Diversity in Unternehmen bedeutet…
…Respekt, Toleranz und Vertrauen – also eine absolute Selbstverständlichkeit.

Die Frauenquote in Unternehmen ist…

…eine traurige Notlösung, denn solange sie thematisiert werden muss, sind wir von einer selbstverständlichen Gleichberechtigung weit entfernt.

Ihr Lieblingshotel?
Jedes, in dem ich mich als Gast zuhause fühlen kann. Immer wohl fühle ich mich bei meiner Familie in Sizilien.

Bestes Restaurant für ein Date?
Ich persönlich bevorzuge Verabredungen in der Natur unter freiem Himmel.

Welche*n Akteur*in der Modebranche bewundern Sie, Herr Lanowy? "Ich bewundere all jene, die unserer Branche mit Mut und Leidenschaft Herzschlag geben. Diese Eigenschaften gefallen mir aber generell."
Alberto
Welche*n Akteur*in der Modebranche bewundern Sie, Herr Lanowy? "Ich bewundere all jene, die unserer Branche mit Mut und Leidenschaft Herzschlag geben. Diese Eigenschaften gefallen mir aber generell."


Bei welchem Film haben Sie zuletzt geweint?

Ich kann mir Filmnamen nicht wirklich gut merken. Aber ja, da fließen auch mal Tränen.

Wer oder was bringt Sie zum Lachen?

Ich lache gerne und viel. Anlässe gibt es nahezu immer: einen glücklichen Moment, Situationskomik. Curzio Malaparte soll gesagt haben, dass der Mensch, jedes Mal wenn er lacht, seinem Leben ein paar Tage hinzufügt. Daran glaube ich tatsächlich fest.

Welche App haben Sie zuletzt geladen?

Das war HappyCow - eine App für die Suche nach veganen Restaurants in der Umgebung.

Was muss immer im Kühlschrank sein?

Licht! Das hilft ungemein, besonders im Dunklen.

Lanowys iPhone zeigt einen Ausschnitt der Fototapete im New Yorker Restaurant Ivan Ramen.
Privat
Lanowys iPhone zeigt einen Ausschnitt der Fototapete im New Yorker Restaurant Ivan Ramen.


Sie können drei prominente Menschen zum Essen einladen. Wen laden Sie ein?

Peter Scholl-Latour, wenn er noch am Leben wäre, Dietmar Hopp und Malala Yousafzai.

Wenn Sie eine Zeitreise machen könnten: Wohin ginge es?

Da ich am liebsten mitgestalte, lebe ich gerne im Hier und Jetzt. Allerdings habe ich mich auch immer für die Beweggründe jener Menschen interessiert, die im Laufe der Geschichte etwas verändert haben. Ziele für Zeitreisen gäbe es also auch zuhauf.

Was tun Sie, um die Welt zu retten?

Die Welt kann keiner im Alleingang retten. Allerdings versuche ich den Umgang miteinander und mit der Natur respektvoll zu gestalten. Was ich im Großen mir wünsche, setze ich im Kleinen auch tagtäglich um.

Für welches politische Vorhaben würden Sie sich einsetzen?

Für Demokratie, Menschenrechte und Meinungsfreiheit. Ich glaube, das ist heute aktueller denn je. Natürlich gelingt mir auch das nicht alleine. Es braucht viele, damit das gelingen kann.

Ist zuletzt auf Lanowys iPhone gelandet: HappyCow - eine App für die Suche nach veganen Restaurants in der Umgebung
Screenshot
Ist zuletzt auf Lanowys iPhone gelandet: HappyCow - eine App für die Suche nach veganen Restaurants in der Umgebung


Auf welche drei Dinge können Sie auf keinen Fall verzichten?

Gesundheit, Freiheit und Respekt

Worüber reden Sie am liebsten?

Immer darüber, was gerade in meinen Gedanken vorgeht und mich beschäftigt. Das kann tatsächlich alles sein.

Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Jeden, der mit hassen zu tun hat.

Erster Berufswunsch? "Mein erster echter Berufswunsch war es, Uhrmacher zu werden. Schon in jungen Jahren habe ich sämtliche Uhren und Wecker auseinandergenommen und wieder zusammengebaut."
Imago / Panthermedia
Erster Berufswunsch? "Mein erster echter Berufswunsch war es, Uhrmacher zu werden. Schon in jungen Jahren habe ich sämtliche Uhren und Wecker auseinandergenommen und wieder zusammengebaut."


Was schätzen Sie an sich besonders?

Ich glaube, ganz gut von außen auf die Dinge schauen zu können. Dabei nehme ich immer wieder andere Perspektiven ein und schaue über den eigenen Tellerrand hinaus. Außerdem steckt in mir eine Art Hütehund: Ich versuche gerne alle zusammenzubringen, auch dann, wenn sie mit ihren Ansichten vermeintlich ganz weit auseinander liegen.

Verraten Sie uns eine Ihrer Marotten?

Meine Spontanität kann anderen schon viel abverlangen. Und mein permanenter Drang nach Freiheit. Hinzu kommt mein recht ausgeprägter Gerechtigkeitssinn. Ich werde wahnsinnig, wenn Dinge nicht gerecht zugehen.

Meine besten Freunde nennen mich...
...mein Lieber

Mein*e Partner*in nennt mich…

Pssssst

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