Umfrage im TW-Testclub

87% der Händler haben Kurzarbeit beantragt

Nahezu alle mittelständischen Händler haben für ihre Mitarbeiter Kurzarbeitergeld beantragt. Das bestätigt auch die wöchtentliche Befragung der Mitglieder im TW-Testclub.

Demnach gehen die meisten nicht ganz auf Kurzarbeit Null, sondern auf einen Umfang von 95%. Und nur einem Viertel (26%) der Händler ist es möglich, das Kurzarbeitergeld aufzustocken.

Wer noch nicht beantragt hat, denkt darüber nach: "Aushilfen sind nicht betroffen, feste Kräfte teilweise im Krankenstand. Die Ersparnis zum Aufwand steht nicht im Verhältnis, bei der Anzahl Mitarbeiter die es bei uns betrifft. Sollte der Shutdown verlängert werden, müssen wir beantragen", kommentiert ein Händler.


Insgesamt sind im März bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) bundesweit rund 470.000 Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen. Der Handelsverband HDE und die Gewerkschaft Verdi diskutieren derzeit über eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes. Während der HDE für passgenaue und flexible Lösungen für die Unternehmen plädiert, fordert Verdi eine tarifvertraglich festgeschriebene Pauschallösung einer Aufstockung auf 90% für alle Händler. Als beispielhaft sehen die Gewerkschafter dabei H&M. Die Filialisten haben für den Zeitraum März bis Mai 2020 Kurzarbeitergeld beantragt und bereits mit dem Gesamtbetriebsrat eine Aufstockung für die 20.000 Mitarbeiter beschlossen. Demnach werde für März auf 100% des Nettogehalts, im April auf 90% des Nettogehalts, Mai auf 90% des Nettogehalts aufgestockt.
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