Umstrukturierungs-Experten prüfen auch Verkaufs-Optionen

Coronavirus-Krise setzt Monsoon Accessorize zu

Monsoon Accessorize
Monsoon Accessorize war seit 2006 in Deutschland aktiv, im vergangenen Jahr wurde für das Deutschland-Geschäft Insolvenz angemeldet.
Monsoon Accessorize war seit 2006 in Deutschland aktiv, im vergangenen Jahr wurde für das Deutschland-Geschäft Insolvenz angemeldet.

Der Lockdown im Zuge der Covid-19 Epidemie macht der britischen Mode- und Assessoires-Gruppe Monsoon Accessorize zu schaffen. Das Unternehmen zieht offenbar einen Verkauf oder Teilverkauf in Betracht.

Die Umstrukturierungs-Experten der Unternehmensberatung FRP Advisory sollen verschiedene Optionen prüfen, um die langfristige Zukunft des Unternehmens zu sichern. Darunter auch ein potenzieller Verkauf der Gruppe, die in Großbritannien 258 Monsoon Accessorize-Shops betreibt. Bis Anfang März sei das Geschäft gut gelaufen und habe sogar über dem Plan gelegen, den man sich beim CVA (Company Voluntary Arrangement) im vergangenen Jahr gesetzt habe, heißt es Monsoon Accessorize. Nach der vorübergehenden Schließung der Läden hat Monsoon bereits am 23 März seinen Vermietern mitgeteilt, dass die Mietzahlungen für die nächsten drei Monate ausgesetzt werden. Zugleich hatte der Retailer die Lieferanten-Zahlungskonditionen für alle Waren, die im Lager angekommen waren, mit sofortiger Wirkung von 90 auf 120 Tage verlängert.

Schwierigkeiten gibt es bei Monsoon Accessorize schon seit einiger Zeit. Für die Deutschland-Tochter hat die Gruppe im Januar 2019 Insolvenz angemeldet. Davon waren 30 Läden und rund 190 Mitarbeiter betroffen. Anschließend wurden in einem CVA-Prozess, der dem deutschen Schutzschirmverfahren ähnelt, die Weichen für einen Turnaround-Plan gestellt. Das 1973 von Peter Simon gegründete Unternehmen ist nach wie vor in Privatbesitz.
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