Unterstützung gefordert: Verbund appelliert an die Regierung

ANWR Gruppe arbeitet an Maßnahmenpaket

Die ANWR-Gruppe hat mit ihren Gesellschaften für die Handelssegmente Schuhe, Sport und Lederwaren und der DZB BANK ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Unterstützung des Handels während der Coronakrise erarbeitet. Neben der intensiven Beratung und Information zu vielen akuten Fragen geht es dabei vor allem um Angebote, die den Fokus auf die Handlungsfähigkeit der Handelspartner haben.

"Unsere vordringlichste Aufgabe ist es, in dieser existenzgefährdenden Krise die Mitglieder sowie die Handelspartner der angeschlossenen Verbände mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen. Dafür analysieren und bündeln wir in enger Abstimmung mit unseren Banken und Fachgesellschaften die herausfordernden Themen, um die richtigen Antworten zu geben und dort, wo wir es selber in der Hand haben, Lösungen anzubieten", erklärt ANWR Group-Vorstand Frank Schuffelen.

"Wir sitzen alle in einem Boot und können die Herausforderungen nur gemeinsam organisieren und bewältigen. Deswegen ist ein Schulterschluss in dieser Phase mit allen Beteiligten besonders wichtig. Darüber hinaus benötigen wir unbürokratische und wirksame Unterstützung des Staates und der Länder, die unmittelbar bei unseren Mitgliedern und Handelspartnern ankommt", so Schuffelen weiter.

Die ANWR-Gruppe sei daher in Gesprächen mit Bundes- und Landesregierungen, Kredit- und Förderbanken, Warenkreditversicherern, dem Mittelstandsverbund ZGV und dem Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie HDS/L, um Lösungen zu entwickeln.


Der Verbund bemühe sich zudem um einen Termin im Bundeswirtschaftsministerium, um dort eine übergeordnete Lösung für die Mitglieder und Handelspartner der Verbundgruppen zu besprechen. Die zur Unternehmensgruppe gehörenden Kreditinstitute DZB BANK und Aktivbank seien im intensiven Dialog mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als wichtigem Kapital- und Bürgschaftsgeber sowie mit den Warenkreditversicherern.

"Aufgrund der verordneten Schließungen der Schuh-, Sport- und Lederwarengeschäfte fehlen dem Handel die wichtigsten Umsatzwochen für die Frühjahr-/Sommer- Saison. Die daraus resultierenden negativen Auswirkungen können wir derzeit noch nicht absehen" so der für den Schuhbereich zuständige Vorstand Fritz Terbuyken. "Wir spüren die existenziellen Sorgen unserer Mitglieder täglich und arbeiten mit aller Kraft, großem Einsatz aller Mitarbeiter und auf vielen Wegen daran, Existenzen zu retten."

Maßnahmen zur finanziellen Unterstützung

Gemeinsam mit der DZB BANK habe die ANWR-Gruppe zusätzlich zu der bereits in der letzten Woche angebotenen Erhöhung der Saisonlinie für Handelsunternehmen weitere Maßnahmen erreicht. "Wir sind in Verhandlung mit allen Industriepartnern hinsichtlich der Gewährung einer größtmöglichen Valutierung für aktuell vorliegende Rechnungen", erklärt Vorstand Matthias Grevener. Die Lieferanten wurden zudem gebeten, die kurzfristig anstehenden Lieferungen an die Handelspartner einzustellen bzw. diese nur noch auf individuellen Abruf zu veranlassen. Der Großhandel von ANWR Schuh und von Sport 2000 wird offene Rechnungen mit 90 Tagen valutieren und bis auf weiteres keine Ware mehr ausliefern.

Zudem wird die ANWR-Gruppe zusätzlich in das SEO-Marketing für Schuhe.de investieren, um so die E-Commerce-Umsätze der Schuhhändler auf dieser Plattform zu unterstützen. Die Plattform www.sport2000.com werde in Kürze an den Start gehen und soll dem Sportfachhandel wichtige Impulse geben.
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