US-Bekleidungskonzern leitet Maßnahmen aufgrund der Corona-Krise ein

PVH will Warenprogramme und Lieferungen verschieben

Bestandsaufnahme bei Tommy Hilfiger, Calvin Klein und Co. Im Zuge der negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Geschäft arbeitet der US-Bekleidungsriese PVH an einem neu strukturierten Warenmanagement für Europa und Nordamerika. Dies gab Chairman und CEO Emanuel Chirico in New York bekannt.

Nach einem erfolgreichen Jahr 2019 haben die Shutdowns in Europa und Nordamerika - den für den Konzern wichtigsten Absatzmärkten - schon jetzt zu erhebliche Einbußen geführt, so Chirico. "März und April sind das Herz der Frühjahrssaison", sagte er. "Es sind die wichtigsten Monate für das Vollpreis-Geschäft. Sie zu verlieren, steigert den Druck enorm und bringt uns dazu, Entscheidungen zu fällen."

Für das Management von PVH stellt sich nun die Frage, welche Programme noch Potenzial für die laufende Frühjahrssaion haben? Und welche Produkte und Pakete, die eigentlich jetzt in den eigenen Stores und bei Wholesale-Partnern hätten verkauft werden sollen, lieber noch einige Monate geschoben werden sollen? Ob diese Ware dann im Herbst oder sogar erst im nächsten Frühjahr am POS platziert werden soll, ließ Chirico offen.


Mit der Neustrukturierung der Herbstsaison haben sich PVH-Präsident Stefan Larsson und Europa-Chef Daniel Grieder bereits beschäftigt, so Chirico. Mit Retail-Partnern wurden intensive Gespräche darüber geführt, welche Programme für den Herbst notwendig sind, welche storniert werden könnten und in welchem Fall es Sinn machen würde, Lieferungen um zusätzliche vier bis fünf Wochen zu schieben, heißt es.
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