Während der Corona-Krise

Oeko-Tex verschlankt Zertifizier-Prozesse

Oeko-Tex
Immer mehr Textil- und Lederbetriebe lassen ihre Produkte auf schädliche Inhaltsstoffe überprüfen.
Immer mehr Textil- und Lederbetriebe lassen ihre Produkte auf schädliche Inhaltsstoffe überprüfen.

Anlässlich der aktuellen Lage passt Oeko-Tex vorübergehend die Prozesse hinsichtlich der Erneuerung von Zertifikaten an und verschlankt damit den Aufwand für Produktionsstätten.

Die Erneuerung der Zertifikate Ecopassaport, STeP, Leather Standard und Standard 100 erfolgen für bereits bestehende und bekannte Zertifikatsinhaber während der anhaltenden Krise durch die zuständigen Institute zunächst ohne Vorlage von Mustern, teilt Oeko-Tex mit. Die Muster müssen dann vom Zertifikatsinhaber innerhalb der nächsten drei Monaten vorgelegt werden. Wenn das nicht geschieht, sei die Zertifizierung ungültig.

Die Maßnahmen würden ausschließlich bekannten Produktionsstätten angeboten. Auf diese Weise  sollen Unternehmen in ihren Herstellungsprozessen nicht aufgehalten werden. In Regionen, die besonders stark vom Virus betroffen sind, setzen alle Prüfungen bis auf Weiteres aus und werden erst wieder fortgeführt, wenn sich die außerordentliche Lage beruhigt hat, teilt Oeko-Tex weiter mit.

Neuzertifizierungen und Anträge seien im Rahmen der zuständigen Institute weiterhin möglich, wenn ein Muster vorliege und vom Institut nach den gängigen Kriterien überprüft wurde. Institute, die zurzeit keine Laborprüfungen durchführen können, werden von Mitgliedsinstituten der Oeko-Tex-Gemeinschaft aufgefangen und unterstützt. Händler und Käufer müssten somit nicht auf Leistung und Service verzichten.
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