Was bereits über die Lockerungen im Corona-Shutdown bekannt ist

Wann die Läden in welchem Bundesland öffnen dürfen

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Kehrt bald wieder mehr Läden in die Innenstädte wie hier in Hamburg ein? Die Länder gehen unterschiedlich bei den Wiedereröffnungen vor.
Kehrt bald wieder mehr Läden in die Innenstädte wie hier in Hamburg ein? Die Länder gehen unterschiedlich bei den Wiedereröffnungen vor.

Am Mittwoch verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass sich die Länder darauf geeinigt haben, dass Geschäfte bis 800m² Verkaufsfläche ab dem 20. April wieder öffnen dürfen. Mittlerweile ist klar, dass nicht alle Länder mit dem Kompromiss gehen und es Sonderregelungen gibt. Hier lesen Sie, was bereits über die Öffnungstermine bekannt ist. Große Unsicherheit gibt es derzeit noch bezüglich der Öffnung von kleineren Shops in Einkaufszentren. Dieses Detail haben bislang erst wenige Bundesländer geregelt.

  • Baden-Württemberg: In Baden-Württemberg dürfen die Läden mit bis zu 800m² Verkaufsfläche am 20. April öffnen. Abtrennungen und Teilöffnungen von Verkaufsflächen sind in diesem Bundesland nicht zugelassen. Zudem hat das Land Hygienevorschriften definiert, die Händler mit einer Checkliste abarbeiten können.
  • Bayern: Läden mit einer Verkaufsfläche von maximal 800m² dürfen in Bayern ab dem 27. April 2020 öffnen. Dabei müssen die Geschäftsbetreiber Einlasskontrollen, 1,5-Meter-Abstand, ein Kunde pro 20m² Fläche, verpflichtende Hygiene- und Parkplatzkonzepte sowie ein Mundschutzgebot im Laden einhalten. Die maximal zulässige Kundenzahl beträgt 40 Personen pro Laden, heißt es in dem Beschluss.
  • Berlin: In Berlin sollen die Läden erst ab Mittwoch (22.4.) oder Donnerstag (23.4.) nächster Woche öffnen. Die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen wurden zunächst bis zum 26. April verlängert. Erst am kommenden Dienstag will der Senat über die Detailregelungen zu den Lockerungen abstimmen. Dabei wolle sich Berlin mit Brandenburg abstimmen. Laut Tagesspiegel könnte es für Warenhäuser Ausnahmen der 800m²-Regelung geben, die eventuell eine Teilfläche öffnen können sollen.
  • Brandenburg: Auch in Brandenburg steht noch nicht fest, wann die Läden öffnen dürfen. Das Land will sich dazu mit Berlin abstimmen.  
  • Bremen: Läden bis zu 800m² dürfen ab dem 20. April wieder ihren Betrieb aufnehmen. Aber auch größere Geschäfte sollen die Möglichkeit haben, die Türen für Kunden aufzuschließen - indem sie eine Verkaufsfläche bis zu 799m² abstecken und den restlichen Bereich unzugänglich machen. Zudem räumte der Senat ein, dass auch Shops in Einkaufszentren wie der Waterfront aufmachen dürfen. Laut Weser Kurier müssen sie dafür der Innenstadtbehörde ein Sicherheitskonzept vorlegen, das bestimmte hygienische Vorkehrungen enthält. 
  • Hamburg: Wie der rot-grüne Senat am Freitag entschied, dürfen Geschäfte mit einer Größe von maximal 800m² ab dem 20. April öffnen. Einkaufszentren werden wieder geöffnet, "da einzelne Läden zählen", wie der NDR schreibt. Voraussetzung ist, dass in den Shoppingcentern die Abstandsregelung eingehalten werden kann.
  • Hessen: Läden mit bis zu 800m² Verkaufsfläche dürfen ab dem 20. April wieder öffnen. Dabei müssen "strenge Schutzkonzepte" mit Abstands- und Hygieneregeln eingehalten und Warteschlangen vermieden werden. Zudem darf sich als Richtwert nur eine Person auf einer Fläche von 20m² aufhalten. 
  • Mecklenburg-Vorpommern: Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hat entschieden, dass unter bestimmten Voraussetzungen alle Geschäfte des Einzelhandels ab dem 20. April öffnen dürfen. Läden mit 800m² Verkaufsfläche ohnehin - und größere Geschäfte dürfen ebenfalls aufmachen, wenn sie ihre Verkaufsfläche auf die festgelegte Grenze verkleinern.
  • Niedersachsen: Auch in Niedersachsen dürfen die kleineren Geschäfte ab Montag, 20. April wieder den Betrieb aufnehmen. Ministerpräsident Stefan Weil hat zudem angekündigt, dass auch größere Geschäfte öffnen dürfen, wenn sie eine Verkaufsfläche von 800m² abstecken.
  • Nordrhein-Westfalen: Ab dem 20. April dürfen "grundsätzlich alle Handelseinrichtungen dann betrieben werden, wenn die reguläre Verkaufsfläche im Sinne des Einzelhandelserlasses NRW 800m² nicht übersteigt", heißt es auf der Website der Landesregierung von NRW. Dabei müssen alle Geschäfte dafür sorgen, dass Vorkehrungen zu Hygiene, Steuerung des Eintritts, Vermeidung von Warteschlangen sowie die Gewährleistung des Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen getroffen werden. Dem Beschluss der Landesregierung zufolge dürfen auch alle maximal 800m² großen Stores in Einkaufszentren aufmachen.
  • Rheinland-Pfalz: Wie eine Sprecherin der Landesregierung gegenüber dem Deutschlandfunk mitteilte, dürfen ab kommendem Montag, 20. April, alle Geschäfte öffnen, die Waren ausschließlich auf einer bis zu 800m² großen Verkaufsfläche anbieten. Wie beispielsweise in Niedersachsen haben so auch größere Geschäfte die Möglichkeit, durch Reduzierung der Fläche bereits wieder den Betrieb aufzunehmen.
  • Saarland: Auch im Saarland dürfen kleinere Geschäfte ab dem 20. April wieder öffnen. Hier müssen ebenfalls die Hygiene- und Abstandsregelungen eingehalten werden. Eine Besonderheit: Ausdrücklich ausgenommen von der Lockerung sind im Saarland Einkaufszentren und Shopping Malls. Sie dürfen dem SR zufolge nur aufmachen, wenn das gesamte Center nicht mehr als 800m² Verkaufsfläche hat. Nur die Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Apotheken und Supermärkte dürfen in den Einkaufszentren weiterhin öffnen. 
  • Sachsen: In Sachsen dürfen Läden bis 800m² Verkaufsfläche ebenfalls am 20. April öffnen.
  • Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalt schließt sich an: Ladengeschäfte mit bis zu 800 m2 Verkaufsfläche dürfen ab dem 20. April unter Auflagen öffnen.
  • Schleswig-Holstein: Auch in Schleswig-Holstein dürfen die Stores ab Montag, 20. April, wieder aufschließen. Das gilt für alle Geschäfte, deren Verkaufsfläche weniger als 800m² beträgt, oder die ihre Verkaufsfläche auf diese Größe reduzieren. Zudem gelten Abstands- und Hygienevorgaben. 
  • Thüringen: Thüringen schließt sich offenbar Bayern an. Wie Ministerpräsident Bodo Ramelow am Mittwoch angekündigt hat, sollen die kleineren Geschäfte unter Auflagen am 27. April wieder öffnen können.
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