Was läuft?

"Jetzt nimmt das Business mit Poloshirts an Fahrt auf"

Erlebe Wigner
Leon Wigner ist Menswear- Chefeinkäufer bei Erlebe Wigner in Zirndorf
Leon Wigner ist Menswear- Chefeinkäufer bei Erlebe Wigner in Zirndorf

Große Zufriedenheit bei Erlebe Wigner in Zirndorf. In der 20. Woche hat die Menswear ein Plus erzielt. Treiber für das Geschäft waren vor allem Polos, Shorts und Leinen-Styles.

TextilWirtschaft: Herr Wigner, wie hat die Menswear in der vergangenen Woche abgeschnitten? 
Leon Wigner: Sehr erfreulich. Wir haben im Herren-Segment ein Plus von 5% im Vergleich zu 2019 erzielt. Ein Vergleich zum Vorjahr ist schwierig, da wir damals noch durch Corona-Regelungen eingeschränkt waren und auch ein Frequenzbringer wie unser Restaurant geschlossen war.


Der Mai neigt sich dem Ende zu, wie lautet Ihr vorläufiges Fazit?
Ich denke, wir werden in der Menswear im Vergleich zu 2019 ein Pari erzielen. Nicht alle Wochen waren so stark wie die vorige. Die erste Mai-Woche war beispielsweise eher schwach.

Zurück zur 20. Woche: Welche Topseller haben das Plus in der HAKA gebracht?
Wir haben in der vorigen Woche vor allem Kurzarm-Styles, also Hemden und Polos, sehr gut verkauft. Gleiches gilt für Shorts, Leinen-Artikel wie Hemden von Q1 und Sommer-Denims. Bei Letzteren waren beispielsweise leichte Modelle von Alberto, PME Legend und Joop! um die 100 Euro äußerst beliebt. Polos gelten gerade in der Menswear als absolute Umsatzbringer im Sommer.

Würden Sie das bestätigen?
Absolut. Dieses Jahr haben wir schon ab Ende März Kurzarm-Styles und Polos erfolgreich verkauft. Jetzt nimmt das Business mit Poloshirts natürlich erst richtig an Fahrt auf.

Welche Modelle waren besonders gefragt?
Schon früh haben wir mit Poloshirts von Sundek zum VK von 80 Euro gute Umsätze gemacht – auch, weil wir sie durch das Verkaufsteam den Kunden aktiv angeboten haben. Vor allem besondere Farben wie Königsblau, Oliv und Pink haben bei den Männern Stimmung entfacht. Töne wie Mint sind beispielsweise schon ausverkauft. Weitere Anbieter, mit denen wir schon gute Polo-Umsätze gemacht haben, sind Armani Exchange, Lacoste und Joop!.
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Modeumsätze drehen weiter auf

Sommerliches Wetter in Kombination mit Events halten die Kauflaune weiter hoch. An mehr als 80% der POS im TW-Testclub lagen die Erlöse über Vorjahr. Insgesamt meldete das teilnehmerstärkste Panel im stationären Modehandel abermals ein dreistelliges Plus. Dabei konnten vor allem die Geschäftstypen stark zulegen, die im Vorjahr am längsten von den Einschränkungen betroffen waren.

Derzeit beeinträchtigen vor allem Lieferverzögerungen das Geschäft.
Richtig. Auch bei uns gibt es einige Marken, die immer noch im Verzug sind und Lieferprobleme haben, wie beispielsweise Superdry. Allerdings haben wir bislang keine Schwierigkeiten, dafür im Verkauf Alternativen zu finden und auf andere Optionen auszuweichen, die wir dem Kunden stattdessen anbieten. Bei Anbietern wie Patagonia, einer Marke, die viele Männer aus Überzeugung und wegen ihrer Nachhaltigkeit kaufen, fällt uns das schwerer.

Gibt es Segmente in der HAKA, die hinter Ihren Erwartungen liegen?
Ja, dazu zählen beispielsweise Sakkos und immer noch das gesamte Business-Segment. Da hier in der Gegend viele große Unternehmen noch immer viele Mitarbeiter haben, die im Homeoffice arbeiten, wird sich das in den nächsten Wochen wahrscheinlich auch nicht mehr ändern.

Mit welcher Prognose gehen Sie in den Juni, auf was setzen Sie?
Ich glaube, dass sämtliche Kurzformen in der Menswear weiterhin zulegen. Allerdings rechnen wir aufgrund der anstehenden Pfingstferien in den Urlaubswochen mit schwächeren Umsätzen. Weil viele unserer Kunden Ferien machen, haben wir im Juni auch keine erwähnenswerten Aktionen geplant. Für den Urlaub werden wir unseren Kunden allerdings Produkte aktiv anbieten. Dazu zählen auch Sneaker von On. Das Modell Cloud ist unser Bestseller, und es ist aus unserer Sicht ein Schuh, den man ideal für den Urlaub in der Stadt oder in der Natur tragen kann.




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