Wegen Corona-Krise

ECE verzichtet auf Mieten – vorerst

Foto: ECE
Eines der rund 100 deutschen ECE-Center: das Eastgate in Berlin
Eines der rund 100 deutschen ECE-Center: das Eastgate in Berlin

Das Ringen um die Mieten ist einer der zentralen Streitpunkte im Rahmen der Corona-Krise. An vorderster Front dabei: die Hamburger ECE.

Nachdem Deutschlands größter Ladenvermieter in einem ersten Schreiben im März seine Mieter noch höflich aber bestimmt an die nach wie vor bestehende Zahlungspflicht erinnerte, zeigt sich das Unternehmen nun nachsichtiger.


Man habe sich in den Gesprächen der letzten Wochen mit den verschiedenen Eigentümern „der meisten von uns betriebenen Center auf eine Regelung verständigt, um gemeinsam eine Lösung zur Unterstützung der Mieter in dieser schwierigen Lage zu finden“, bestätigt ein Sprecher einen Bericht der Immobilien Zeitung, die wie die TW in der dfv Mediengruppe erscheint.


Die Regelung sieht wie folgt aus: Sofern betroffene Mieter derzeit ihre Mietzahlungen nicht leisten, geht die ECE davon aus, dass dies im Sinne des Gesetzes auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruht. Man werde die entsprechenden Mietzahlungen zunächst nicht durchsetzen. „Damit gehen wir über die gesetzliche Regelung hinaus“, wird betont.


Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben: „Wir werden uns zu einem späteren Zeitpunkt, wenn das Ausmaß der Krise absehbar ist, mit unseren Mietern und Investoren zusammensetzen, um gemeinsam individuelle und für alle Beteiligten faire Lösungen zu finden.“


Die ECE betreibt die Mehrzahl der Center im Auftrag anderer Eigentümer, die letztlich über das Thema Mietzahlungen entscheiden. Trotzdem sei es gelungen, die getroffene Regelung für mehr als drei Viertel der insgesamt rund 100 deutschen Einkaufszentren zu treffen. Für die anderen Center hätten die jeweiligen Eigentümer individuelle Lösungen beschlossen.
Themen
ECE Miete Corona
stats