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Wegen der Corona-Krise

Modehandel: Frequenz sinkt um fast 19%

Ralph Peters/imago images
Seit Jahren geht die Frequenz in den deutschen Innenstädten zurück. Der Corona-Krise hat den Trend vorige Woche drastisch beschleunigt. Das Foto zeigt die Würzburger Domstraße.
Seit Jahren geht die Frequenz in den deutschen Innenstädten zurück. Der Corona-Krise hat den Trend vorige Woche drastisch beschleunigt. Das Foto zeigt die Würzburger Domstraße.

Diese Woche treten bundesweit nach und nach Öffnungsverbote für stationäre Händler in Kraft, die nicht der Nahversorgung der Bevölkerung dienen. Damit wird die Frequenz in den deutschen Innenstädten weiter einbrechen. Dabei waren die Zahlen in der verkaufsoffenen Vorwoche vielerorts schon dramatisch. Wie die Retail Analytics-Plattform Crosscan für den stationären Modehandel ermittelte, sind die Besucherzahlen im Vergleich zur Vorwoche um 18,9% zurückgegangen. Im gesamten Non-Foods-Handel lag das Minus bei fast 13,3%. Für den Lebensmittel-Handel liegen keine Zahlen vor.


Damit verstärkt die Corona-Krise den anhaltenden Trend bei der Frequenzentwicklung. Laut Crosscan sind die Besucherzahlen seit 2015 – je nach Bundesland - jährlich um 5 bis 10% zurückgegangen. Crosscan-Geschäftsführer Thorsten Cramer führt dies – wenig verwunderlich - hauptsächlich auf die „erhöhte Konkurrenz zwischen Online und Stationärem Handel“ zurück. Crossscan betreibt 21.000 sogenannte People Coutning-Systeme in mehr als 12.000 Filialen in über 49 Ländern. 5000 Sensoren befinden sich im deutschen Non-Food-Einzelhandel.

Der Frequenzrückgang der vergangenen Woche spielt sich auch in den Umsatzzahlen des stationären Modehandels wieder. Wie das Branchen-Panel TW-Testclub ermittelte, sanken die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24%. So stark wie seit Mitte 2014 nicht mehr.

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