Wegen des N-Logos

New Balance verklagt Michael Kors

Michael Kors
Einer der Styles, wegen denen Michael Kors nun von New Balance verklagt wurde.
Einer der Styles, wegen denen Michael Kors nun von New Balance verklagt wurde.

Das US-Unternehmen New Balance hat Michael Kors aufgrund von Markenrechtsverletzung verklagt. Es geht um eine Reihe von Michael Kors-Sneakern mit einem seitlichen N-Symbol.

Laut der Klage, die vergangene Woche bei einem Bundesgericht in Massachusetts eingereicht wurde, suggeriert die Nutzung des Buchstabens N auf Schuhen von Michael Kors "eine Zugehörigkeit, Verbindung oder Assoziation mit New Balance, obwohl eine solche Zugehörigkeit nicht besteht". Dies wiederum würde die Marke New Balance verwässern und bei den Verbrauchern Verwirrung stiften. Zudem wirft New Balance dem New Yorker Designer vor, die gesamte Aufmachung seiner Turnschuhe vom markenrechtlich geschützten Design des New Balance-Modells 574 übernommen zu haben.


Wie das Unternehmen in der Klage betont, nutzt New Balance auf seinen Schuhen seit den 70er Jahren zur Markenerkennung ausschließlich den Buchstaben N. Seitdem habe das Unternehmen weltweit Hunderte Millionen Paar Schuhe mit diesem Symbol verkauft, was einem Umsatz von mehreren Milliarden Dollar entspricht. Der 574-Sneaker ist laut New Balance der weltweit meistverkaufte Schuh des Unternehmens, mit einem prognostizierten Absatz von mehr als 7.000.000 Paar im Jahr 2021. "Der 574 ist eines der beliebtesten Sportschuh-Designs, das derzeit überhaupt in der Welt verkauft wird", so das Unternehmen weiter. 

Das Design der Olympia- und Pippin-Styles von Michael Kors sei besonders stark an das Gesamtdesign des 574 angelehnt, was laut New Balance kein Zufall sein könne, da Michael Kors "von den Rechten von New Balance gewusst haben muss".

Die Tatsache, dass sich Michael Kors in einem Interview mit Harpers Bazaar im Juli 2012 als Fan von New Balance bekannte, käme erschwerend hinzu, da die Verbraucher fälschlicherweise glauben könnten, dass die Michael Kors-Produkte von New Balance lizenziert oder mit New Balance verbunden seien. New Balance verlangt Schadensersatz sowie eine Unterlassungsverfügung, um weitere Verletzungen und Verwässerungen der Marke zu unterbinden. Michael Kors hat sich bis Redaktionsschluss nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Diese Klage folgt auf ein Urteil gegen New Barlun, ein chinesisches Sport-Unternehmen, das seit mehr als 15 Jahren mit seinem Namen und verschiedenen Marken handelt. In einer Entscheidung vom 5. Januar verurteilte das Bezirksgericht Shanghai Huangpu die New Barlun Co. Ltd und Shanghai Shiyi Trade Co. Ltd zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 25 Millionen RMB (3,2 Mio. Euro) an New Balance. Dies ist eines der größten Urteile, das einem ausländischen Inhaber einer Sportmarke bisher in China zugesprochen wurde.

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