Weitere Tarifabschlüsse

Tarifeinigung im Einzelhandel in Schleswig-Holstein und im Saarland

Imago / Jürgen Heinrich
Beschäftigte des Berliner Einzelhandels beim Warnstreik Anfang Juli. Auch dort konnte in dieser Woche ein Tarifabschluss erzielt werden.
Beschäftigte des Berliner Einzelhandels beim Warnstreik Anfang Juli. Auch dort konnte in dieser Woche ein Tarifabschluss erzielt werden.

Für die rund 90.000 Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel in Schleswig-Holstein gibt es eine Tarifeinigung. Die Gewerkschaft Verdi und der Handelsverband Nord hätten sich bei ihren Verhandlungen am Donnerstag auf höhere Löhne und Gehälter verständigt, teilte die Gewerkschaft mit.

So sollen die Entgelte für Verkäufer rückwirkend zum 1. September um 3% steigen. Für alle Beschäftigten in höheren Entgeltgruppen gibt es einen Festbetrag in Höhe von 81,07 Euro. Von Mai 2022 an erhalten alle Beschäftigten des Einzelhandels weitere 1,7% mehr Geld. Die Ausbildungsvergütungen steigen jeweils zum 1. September in diesem und im nächsten Jahr um 30 Euro. Der neue Tarifvertrag hat nach Verdi-Angaben eine Laufzeit von 24 Monaten.

Auch im saarländischen Einzel- und Versandhandel gab es eine Einigung, wie die Gewerkschaft Verdi jetzt mitteilte. Verdi habe am 14. Oktober zugestimmt, das Tarifergebnis für den Einzelhandel aus Hessen zu übernehmen. Für die Beschäftigten im Saarland gibt es demnach rückwirkend zum 1. August 2021 3% bzw. höchstens 81,12 Euro mehr Gehalt, ab dem 1. April 2022 wird der Lohn um weitere 1,7% erhöht. Der neue Tarifvertrag hat wie in den anderen Bundesländern auch eine Laufzeit von zwei Jahren.

In den vergangenen Tagen konnten wie berichtet auch Tarifabschlüsse in Baden-Württemberg, Hamburg, Berlin und Brandenburg erzielt werden. In Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hessen, NRW, Bremen und Niedersachsen wurden sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter ebenfalls einig.

Mit Material von dpa
stats