Umfrage der Boston Consulting Group

Top-Manager rechnen mit 20 bis 25% Umsatzminus bei Mode

Führungskräfte der Mode- und Sportartikelbranche erwarten für das Jahr 2020 im Durchschnitt einen Umsatzrückgang von 20 bis 25%. Das geht aus einer Erhebung der Boston Consulting Group (BCG) hervor, die dafür weltweit CEOs und Finanzchefs befragt hat.

Das prognostizierte Minus entspreche einem Wert von rund 270 bis 340 Mrd. Euro, so die BCG. Der Gesamtmarkt liege bei 1,35 Billionen Euro.


Im Hinblick auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sieht die Prognose noch düsterer aus. Hier rechnen die Manager mit einem Rückgang von 35 bis 40%, was etwa 60 bis 65 Mrd. Euro entspricht. „Da sich die Pandemie momentan weltweit stark ausbreitet, können die Zahlen noch schlechter werden“, warnen die Marktforscher von BCG.

BCG
Im Onlinehandel allerdings sehen die Befragten immerhin die Chance, die Umsätze um 10% zu erhöhen (bisher 21% vom Gesamtvolumen), was aber die generellen Ausfälle nicht auffange. Mehr als die Hälfte der Führungskräfte glaubt zudem nicht daran, dass die Umsätze das Vorkrisenniveau wieder erreichen werden.

Die meisten der befragten Top-Manager erwarten, dass sich die Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis zwischen drei und zwölf Monate lang niederschlagen werden. 6% gehen sogar davon aus, dass dies länger als ein Jahr der Fall sein wird.

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