Wilhelm-Lorch-Stiftung 2020

Ausgezeichneter Nachwuchs

Förderpreise in Höhe von 86.000 Euro schüttet die Wilhelm-Lorch-Stiftung in diesem Jahr aus. Zehn Preise gehen an Absolventen. Eine Auszeichnung wird im Bereich Aus- und Weiterbildung im Einzelhandel vergeben. Zudem fördert die Stiftung zwei Hochschulprojekte.

Die Corona-Krise hat vieles verändert und die Branche schwer getroffen. Auch die Wilhelm-Lorch-Stiftung ist von den Einschränkungen betroffen. Da das Forum der TextilWirtschaft in diesem Jahr ausfällt, wird es diesmal auch keine feierliche Verleihung der Förderpreise geben. Umso wichtiger ist es, die Preisträger und ihre ausgezeichneten Arbeiten in der TW zu präsentieren.


Elf junge Frauen und Männer werden ausgezeichnet. Sie erhalten jeweils einen Förderpreis von 6000 Euro. Zudem unterstützt die Wilhelm-Lorch-Stiftung mit je 10.000 Euro Projekte der Hochschule Albstadt-Sigmaringen und des Instituts für Textiltechnik der RWTH Aachen, die sich mit dem Thema Smart Textiles befassen.

Wilhelm-Lorch-Stiftung 2020: Die Preisträger*innen und ihre Arbeiten



Vier junge Talente werden im Bereich Mode/Kreation ausgezeichnet. Tommy Dombrowski hat sich in seiner Arbeit „Create who you are“ mit der Kleidung von Drag Queens beschäftigt. Elisa Paulina Herrmann, die bereits zum zweiten Mal ausgezeichnet wird, hat sich für ihre Masterarbeit von den Amish People und der Oper Carmen inspirieren lassen. Mit dem Thema Spitze hat sich Magdalena Orland in ihrer Masterarbeit mit dem Titel „Zwischen_Räumen“ beschäftigt. Auch Friederike Stanitzek bekommt den Preis der Wilhelm-Lorch-Stiftung bereits zum zweiten Mal. Sie hat unter dem Titel „White Socks“ farbenfrohe Drucke entwickelt.

Mode, Wirtschaft, Technik: Elf junge Talente

In der Kategorie Wirtschaft werden drei Arbeiten ausgezeichnet. Marc Hübener hat in seiner Masterarbeit die Erfolgsgeschichte des Hype-Labels Supreme untersucht. Die Herausforderungen, die unterschiedliche Klimazonen und Kulturkreise auf die Corporate Fashion international agierender Firmen haben, sind Thema der Arbeit von Kristin Räthe. Juliet Seger hat sich mit dem Thema Nachhaltigkeit entlang der textilen Kette beschäftigt und diese am Beispiel einer Bomberjacke demonstriert.

Auch im Bereich Technik werden drei Arbeiten ausgezeichnet. Rebekka Seyffarth hat in ihrer Masterarbeit untersucht, wie virtuelle Prototypen helfen können, Zeit und Geld im Design-Prozess zu sparen. Ob und wie sich ein biologisch abbaubarer Polyester für den Einsatz in Berufsbekleidung nutzen ließe, hat Melissa Wenning untersucht. Ricarda Wissel hat die Einsatzmöglichkeiten eines neu entwickelten Garns untersucht, für das CO2 aus Industrieabfällen wiederverwendet wird.

Ein Förderpeis für die Aus- und Weiterbildung im Einzelhandel geht an Daniel Jacobsen, der nach seiner Ausbildung im Modehaus Ramelow ein Duales Studium an der LDT in Nagold beginnen wird.

Die Wilhelm-Lorch-Stiftung stellt sich vor
Die Wilhelm-Lorch-Stiftung trägt den Namen des 1966 verstorbenen Gründers des Deutschen Fachverlags und der TextilWirtschaft. Jedes Jahr werden Projekte und talentierte Nachwuchskräfte der Textilbranche in den Kategorien Kreation, Wirtschaft, Technik und Qualifizierung im Handel ausgezeichnet. Die Fördergelder sollen die Preisträger in ihrer Aus- und Fortbildung unterstützen.Das Stiftungsvermögen der Wilhelm-Lorch-Stiftung beträgt 2,85 Mio. Euro (Stand: 31.12.2019). Seit Gründung der Stiftung im Jahr 1988 wurden Förderpreise vergeben und rund 1,93 Mio. Euro ausgeschüttet. Stiftungsvorstand ist Klaus Kottmeier. Vorsitzender des Stiftungsrates ist der langjährige Branchenkenner Jürgen Richter, am 1. September 2020 übernimmt Prof. Maike Rabe das Amt der Stiftungsratsvorsitzenden. Nachwuchskräfte, die sich für den Förderpreis 2021 bewerben möchten, können ihre Unterlagen bis zum 21. Oktober 2020 bei der Wilhelm-Lorch-Stiftung in Frankfurt einreichen. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren sowie zur Stiftung gibt es auf Wilhelm-Lorch-Stiftung.de.
Ausführliche Porträts der Ausgezeichneten und mehr über ihre Arbeiten lesen Sie ab Mittwoch, 24. Juni, 17 Uhr im E-Paper der TextilWirtschaft sowie ab Donnerstag, 25. Juni, in der gedruckten Ausgabe.

stats