Wormland-Verkauf drückt auf die Bilanz

Ludwig Beck: Verlust stark gestiegen

Ludwig Beck
 Ludwig Beck am Rathauseck in München
Ludwig Beck am Rathauseck in München

Der Münchner Modekonzern Ludwig Beck ist 2019 tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust erhöhte sich auf 13,9 Mio. Euro nach 0,8 Mio. Euro im Vorjahr. Einer der Gründe dürften die schlechten Zahlen des defizitären Herrenmode-Filialisten Wormland sein, von dem sich Ludwig Beck im April vergangenen Jahres getrennt hatte. Schließlich hat sich der Verlust nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen fast verdreifacht. Er stieg von 5,8 Mio. Euro auf 17 Mio. Euro.

Bei den fortgeführten Geschäftsbereichen erwirtschaftete der Modefilialist ein Ergebnis nach Steuern von 3,4 Mio. Euro nach 5,0 Mio. Euro. Darin enthalten sind einmalige Sonderbelastungen im Zuge des Wormland-Verkaufs und weiterer Umstrukturierungsmaßnahmen, die sich zusammen auf 1,5 Mio. Euro belaufen. Hinzu kommen Sonderbelastungen in Höhe von 700.000 Euro, die durch die erstmalige Anwendung der Rechnungslegungsvorschrift IFRS entstanden sind.

Der Umsatz stagnierte bei 95,3 Mio. Euro nach 95,5 Mio. Euro im Vorjahr. Das sind 0,6 Mio. Euro mehr als Ludwig Beck bei der Präsentation der vorläufigen Zahlen gemeldet hatte. Der Umsatz lag damit im Rahmen der Erwartungen des Managements, das nach der Trennung von Wormland einen Bruttoumsatz von 94 bis 98 Mio. Euro für die fortgeführten Geschäftsbereiche prognostiziert hatte.



Den Großteil des Umsatzes erwirtschaftete Ludwig Beck wie gewohnt im Segment Textil, das mit 68,0 Mio. Euro fast auf Vorjahreshöhe lag (68,2 Mio. Euro). Damit schnitten die Münchner besser ab als der gesamte stationäre Modehandel, der im vergangenen Jahr laut TW-Testclub um 2% schrumpfte.

Im Bereich Nontextil, zudem u.a. der Online-Kosmetik-Shop gehört, blieben die Umsätze von Ludwig Beck mit 27,3 Mio. Euro (Vorjahr: 27,4 Mio. Euro) ebenfalls stabil.



Einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gab das Management aufgrund der aktuellen Unwägbarkeiten infolge der Corona-Krise nicht. „Es ist nicht abschätzbar, in welchem Umfang die Umsatz- und Ertragssituation von Ludwig Beck durch das Ausbleiben von Kunden, Lieferantenengpässe oder mögliche behördliche Anordnungen negativ beeinflusst wird“, heißt es lediglich.

Ursprünglich hatte die Führungsspitze einen Bruttoumsatz von 95 bis 97 Mio. Euro und ein Vorsteuerergebnis von 3,5 bis 4,56 Mio. Euro erwartet.
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