Plus im Geschäftsjahr 2019, nun Einbrüche durch Covid-19

Eterna passt Prognose wegen Corona an

Eterna
Der Hemden- und Blusen-Spezialist Eterna konnte im Geschäftsjahr 2019 zulegen.
Der Hemden- und Blusen-Spezialist Eterna konnte im Geschäftsjahr 2019 zulegen.

Das Coronavirus beeinträchtigt auch das aktuelle Geschäft von Eterna "erheblich". Der Hemden- und Blusenanbieter passt demzufolge seine Prognose für das Geschäftsjahr 2020 an. Im Jahr 2019 konnte das Unternehmen noch zulegen.

Im Geschäftsjahr 2019 konnte Eterna leichtes Wachstum verzeichnen. Die Umsatzerlöse steigerten sich um 0,8% auf 106 Mio. Euro. Ausschlaggebend hierfür sei das Inlandsgeschäft, wo der Umsatz um 1,3% zulegen konnte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich entsprechend um 5,4% auf 13,1 Mio. Euro. Zudem konnte die Nettoverschuldung verringert werden - um 2,6 Mio. EUR auf 38,3 Mio. EUR.

"Anhaltendes Wachstum" habe man auf eigenkontrollierten Flächen verzeichnet. Dieses habe gemeinsam mit höheren erzielten Verkaufspreisen zu der "überproportionalen Ergebnisverbesserung" resultiert. Zudem hätten sich für Eterna verbessertes Warenmanagement, niederigere Abschriften und ein höherer Umsatzbeitrag der Premiumlinie ausgezahlt.

Die liquiden Mittel in Höhe von 11,3 Mio. Euro am Stichtag 31. Dezember 2019 lagen um 5,7 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 17 Mio. Euro. Dieser Rückgang sei hauptsächlich durch die Tilgungsleistung des Schuldscheindarlehens in Höhe von 8 Mio. Euro zurückzuführen, die im Juni 2019 durchgeführt wurde.

Zur künftigen Strategie gibt Geschäftsführer Gerbaulet zu Protokoll: "Im Rahmen unserer Wachstumsstrategie werden wir weiter die verschiedenen Absatzkanäle gezielt nutzen, um höhere Verkaufspreise zu erzielen und unsere Margen im Handel zu verbessern. An dieser Strategie werden wir auch angesichts der erschwerten Bedingungen durch die Corona-Pandemie, die sogar gesunde Unternehmen vor ernsthafte Herausforderungen stellt, weiter festhalten."

Bisherige Prognose für 2020 ist hinfällig

"Insgesamt ist für das erste Quartal 2020 mit einem signifikanten Umsatz- und Ergebnisrückgang zu rechnen", teilt Eterna bei der Bekanntgabe seiner Geschäftszahlen für das Jahr 2019 mit. Die Online-Umsätze konnten die zum Erliegen gekommenen stationären Umsätze nicht ausgleichen.

"Die ursprüngliche Prognose eines leichten Umsatz- und Ergebniswachstums im einstelligen Prozentbereich, die noch im testierten Jahresabschluss 2019 getroffen wurde, ist durch die Ausbreitung von Covid-19 hinfällig geworden. Angesichts der dynamischen Krisenentwicklung und den damit verbundenen weitreichenden Einschränkungen sind die wirtschaftlichen Auswirkungen auf das Geschäft von Eterna zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bezifferbar", sagt Henning Gerbaulet, geschäftsführender Gesellschafter der Eterna Mode Holding GmbH.

Eterna arbeite daran, die negativen Auswirkungen durch die Corona-Pandemie mit verschiedenen Maßnahmen gering zu halten. Dafür will das Unternehmen Kosten und das kurzfristige Betriebskapital senken. So wurden die Mitarbeiter im Headquarter in Passau und in den Retail-Stores seit April in Kurzarbeit geschickt. Zudem prüfe man zusätzlich die Inanspruchnahme finanzieller Unterstützungsprogramme. Abseits davon stellte Eterna die Produktion in der Slowakei auf Schutzmasken um.



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