Yahoo-Studie

Weihnachts-Shopping 2021: Lokal, sozial und tendenziell teurer

IMAGO / Shotshop
Laut Studie wollen 78 Prozent zumindest einen Teil ihrer Weihnachtseinkäufe in physischen Geschäften erledigen.
Laut Studie wollen 78 Prozent zumindest einen Teil ihrer Weihnachtseinkäufe in physischen Geschäften erledigen.

Die Weihnachtseinkäufe der Konsumenten werden in diesem Jahr häufig lokal produziert worden sein und mehr Geld kosten als 2020. Außerdem wird das soziale Erlebnis beim Festtags-Shopping wieder größeres Gewicht bekommen. Zu diesen Ergebnissen kommt das Portal Yahoo in einer neuen Studie.

Der neben Deutschland in weiteren europäischen Märkten durchgeführten Befragung zufolge (siehe Studienkasten) sagen hierzulande 70 Prozent der Befragten, dass sie in diesem Jahr mit höherer Wahrscheinlichkeit Produkte kaufen, die lokal produziert wurden. Der Nachhaltigkeitsaspekt wird besonders in der jüngeren Zielgruppe hochgehalten. So sagen 36 Prozent der 16- bis 34-Jährigen, dass mehr Second-Hand-Produkte kaufen und verstärkt Mietoptionen nutzen möchten. Zudem sagen 78 Prozent, dass zumindest einen Teil ihrer Weihnachtseinkäufe in physischen Geschäften erledigen möchten.

Dabei scheint, zumindest bei den Jüngeren, der soziale Aspekt des Einkaufens großes Gewicht zu haben: 37 Prozent der Befragten aus der Generation Z betrachten einen Shopping-Trip heute eher als Anlass, um Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Werden alle Altersgruppen betrachtet, trifft diese Aussage lediglich auf 24 Prozent zu. Die jüngere Generation wünscht sich von Händlern zudem mehr immersive Einkaufserlebnisse, etwa in Form von Personalisierungsangeboten in Geschäften sowie Augmented- und Virtual-Reality-Formaten. 49 Prozent der Generation-Z-Vertreter geben dies an.
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Der Anteil derer, die ausschließlich online einkaufen wollen, liegt bei 28 Prozent und ist damit gegenüber dem Vorjahr, als die Pandemielage vor Weihnachten weniger staionäre Einkäufe zuließ als aktuell, um 13 Prozentpunkte gesunken. Einen ausgewogenen Mix aus On- und Offline-Shopping planen 42 Prozent der Befragten.
Über die Studie
Die Ergebnisse basieren auf einer von YouGov im Auftrag von Yahoo durchgeführten repräsentativen Befragung 1.000 deutscher Konsument:innen ab 16 Jahren. Zudem wurden 2.000 Verbraucher:innen in Großbritannien sowie je 1.000 Menschen in Frankreich, Spanien, Italien, Dänemark und Schweden befragt. Die Erhebung fand im September 2021 statt.
Was dann schließlich im Einkaufskorb - ob echt oder virtuell - landet, darf dabei auch ruhig etwas mehr kosten. Im Schnitt geben die hierzulande Befragten 249 Euro für Weihnachtsgeschenke aus, wobei nach wie vor besonders häufig zu Gutscheinen gegriffen wird. Dabei geben 78 Prozent an, in diesem Jahr in etwa die gleichen oder höhere Ausgaben für Weihnachtsgeschenke zu investieren. Männer starten dabei etwas später, nämlich in etwa um den Black Friday herum (26. November), während Frauen noch früher mit den Weihnachtseinkäufen beginnen.

Bei der Wahl der Inspirationsquellen gibt es deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Altersgruppen. Bei den 16- bis 34-jährigen sind vor allem Online-Artikel und Reviews (42 Prozent) sowie soziale Netzwerke, Blogger und Influencer entscheidend, während Personen über 35 sich am stärksten von TV-Werbung (43 Prozent) leiten lassen. Bei Personen über 55 Jahren spielen neben Fernsehwerbung außerdem Presseformate, wie Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften, eine bedeutende Rolle.
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"Aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen war ein gewohntes Weihnachtsfest im vergangenen Jahr nur äußerst bedingt möglich. Vom Geschenkekauf bis hin zum Essen mit der Familie musste vieles in digitale Umfelder verlagert werden", sagt Maximilian Weigel, Managing Director Germany bei Yahoo. "Das geplante Einkaufsverhalten zeigt, dass der direkte persönliche Kontakt an vielen Stellen gefehlt hat. Insgesamt wird ein Großteil der Menschen trotzdem weiterhin verstärkt online einkaufen und besonders jüngere Zielgruppen nutzen allem voran digitale Kanäle, um sich bei der Geschenkeauswahl inspirieren zu lassen."



Dieser Text erschien zuerst auf www.horizont.net.

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