Zwei Unternehmen aus der Textilbranche sind dabei

Bundesregierung zeichnet Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft aus


Kultur- und Kreativpilot*innen
Jedes Jahr erhalten 32 Gründerinnen und Gründer den Titel "Kreativ- und Kulturpilot*in" der Bundesregierung.
Jedes Jahr erhalten 32 Gründerinnen und Gründer den Titel "Kreativ- und Kulturpilot*in" der Bundesregierung.

32 junge Unternehmen haben den Titel "Kultur- und Kreativpilot*innen" erhalten. Sie konnten sich im Auswahlverfahren in insgesamt 102 Gesprächen mit 127 Jurymitgliedern gegen mehr als 700 Bewerber durchsetzen. Ein Titelträger widmet sich textilen Materialinnovationen, ein anderer kreiert nachhaltige Plus Size-Mode.

Jedes Jahr wird im Rahmen des Projektauftrags durch die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung die Auszeichnung "Kultur- und Kreativpilot*innen" an Selbstständige, Gründerinnen und Gründer sowie Projekte verliehen. Die Unternehmen, die sich durchsetzen konnten, werden Teil eines einjährigen, individuell abgestimmten Mentoring-Programms, das Workshops und die Begleitung durch zwei Coaches umfasst. Den Gewinnerinnen und Gewinnern sei es den Initiatoren zufolge in besonderer Weise gelungen, Tatkraft und Lösungsorientierung zu beweisen. Zudem begriffen sie den tiefgreifenden sozialen, ökologischen und technologischen Wandel aus Chance.

Das Gründungsteam von Nakt aus Darmstadt: Sebastian Seibert und Louisa Zoé Wenkemann
Kultur- und Kreativpilot*innen
Das Gründungsteam von Nakt aus Darmstadt: Sebastian Seibert und Louisa Zoé Wenkemann
Das gilt demnach beispielsweise für Nakt aus Darmstadt. Das Start-up entwickelt Textillösungen aus nachwachsenden Rohstoffen – konkret aus natürlich vorkommender Stärke in Grünabfällen und Pflanzen –, um erdölbasierte Synthetikfasern zu ersetzen. Bereits auf dem Markt ist ein Abschminktuch, das wiederverwendbar, hygienisch, kompostierbar und recycelbar sei. Es wird lokal produziert und ist frei von Tierversuchen. Dass die Faser auch für Bekleidung eingesetzt werden kann, ist denkbar.

Christine Chlench gründete das nachhaltige Plus Size-Label Chlench.
JörgKrawczyk
Christine Chlench gründete das nachhaltige Plus Size-Label Chlench.
Ein weiteres Unternehmen aus der Textilbranche, das die Auszeichnung erhalten hat, ist Chlench. Die Macherin hinter dem Modelabel, Christine Chlench, war auf eine Lücke gestoßen: Ihr fehlte nachhaltig produzierte, hochwertige, dabei aber bezahlbare Mode im Plus Size-Segment. Daher gründete sie kurzerhand ihr eigenes Label, das auf Stoffe aus Naturfasern und Produktion in Europa setzt.

Ein weiteres ausgezeichnetes Unternehmen, das auch für die Modebranche interessant sein könnte, ist SendMePack. Die Berliner haben ein Mehrwegsystem für Einwegkartons entwickelt – nach eigener Aussage das erste weltweit.

Kultur- und Kreativpilot*innen 2021: das Bekanntgabe-Video


Die Auszeichnung der Titelträgerinnen und Titelträger 2021 wird voraussichtlich Anfang Februar 2022 als digitale Veranstaltung stattfinden. Alle geförderten Unternehmen finden Sie hier. Ideengeber und Organisator der Auszeichnung, die im Rahmen des Projektauftrags durch die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung verliehen wird, ist das u-institut für unternehmerisches Denken und Handeln mit Sitz in Berlin.
stats