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P&C: Edda Gimnes gewinnt Designer-Award

Die Designerin Edda Gimnes hat den Nachwuchs-Award Designer for Tomorrow 2016 gewonnen. Im Finale des Wettbewerbs von Peek & Cloppenburg, Düsseldorf, und seinem Onlineshop Fashion ID setzte sich die Norwegerin am Donnerstagabend auf der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin gegen vier weitere Finalisten durch. Mit ihrer Kollektion „The Ragpicker”, die sich auf handgezeichnete Prints in Schwarz und Weiß stützt, überzeugte sie die Jury um Schirmherr Alber Elbaz.

Für ihre Kreationen hat Gimnes als Rechtshänderin mit der linken Hand instinktive Zeichnungen angefertigt und sie anschließend auf weißen Canvas gedruckt. „Ich liebe die Idee von personalisierter Kleidung, handgezeichnet oder bemalt”, sagt Gimnes, die am London College of Fashion Modedesign studiert hat. Die 25-Jährige folgt auf die Gewinnerin aus dem vergangenen Jahr Mareike Massing und nimmt nun an einem ein Jahr dauernden Förderprogramm Teil, bei dem sie von Mentoren begleitet wird - unter anderem wird sie Schirmherr Alber Elbaz in Paris besuchen.

Elbaz, der aufgrund einer Lungenentzündung am Donnerstagabend nicht am Finale teilnehmen konnte, die Show aber per Livestream verfolgte und zusammen mit der Jury abstimmte, meldete sich per Videobotschaften bei den Nachwuchsdesignern. „Die Individualität und Ideenvielfalt aller Kollektionen hat mich beeindruckt”, sagte Elbaz. Besonders in der Kollektion von Edda Gimnes sehe er viel Potential. „Sie regt mich zum Träumen an und macht mich neugierig auf ihre weitere Entwicklung.”

Das stilistische Spektrum der gezeigten Kollektionen der Show war vielfältig. Der 23 Jahre alte David Kälble, der an der AMD in Düsseldorf Modedesign studiert hat, zeigte in seiner Kollektion „Together A Part” eine Mischung unterschiedlicher Materialien, die er in Patchwork-Optik zusammenführte und die an die geometrische Kunst des südafrikanischen Ndebele-Stammes erinnern. Unter dem Motto „Make A Space for My Body” präsentierte Elisa Kley eine minimalistische Kollektion, grafisch und klar, aus festen und fließenden Kleidungsstücken, Matten und glänzenden Materialien.

Der aus Hongkong stammende Marc Morris Mok hingegen macht in seiner vorgestellten Kollektion „Untitled, 8th June 2015, 8:06 p.m.” die abstrakte Kunst zum Mittelpunkt seiner Kreationen. Flächen aus Seidensatin, Baumwolle und Neopren lappen darin übereinander und machen den Körper zu dreidimensionalen Skulpturen. In der Kollektion „Eleganza” der Designerin Ancuta Sarca treffen sich rote Plastikjacke mit Rüschen und knöchellange Hose aus Spitze. Die 24-Jährige, die in London lebt, zeigte in ihrer Kollektion eine Mischung aus subtilen Referenzen an Marie Antoinette, italienische Barockmalerei und die Filme von Wes Anderson.

Weiterer Höhepunkt der Show war die Präsentation der neuen Kollektion „No. 1” von Mareike Massing. Die Gewinnerin aus dem vergangenen Jahr ließ sich dafür von den Jugendstil-Möbeln von Carlo Bugatti inspirieren. Der Nachwuchs-Wettbewerb Designer for Tomorrow findet seit 2009 im Rahmen der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin statt. Er soll internationalen und nationalen Talenten eine Plattform bieten, um entdeckt zu werden.

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