Belgischer Modekonzern besetzt Spitzenposition neu

FNG: Medienmanagerin wird Finanzchefin

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Kampagnen-Motiv. Die FGN-Gruppe betreibt zehn Modemarken, die zuletzt einen Jahresumsatz von fast einer halben Mrd. Euro erwirtschafteten. Die nächste Bilanz wird die neue Finanzchefin Nathasja Van Bael präsentieren.
Kampagnen-Motiv. Die FGN-Gruppe betreibt zehn Modemarken, die zuletzt einen Jahresumsatz von fast einer halben Mrd. Euro erwirtschafteten. Die nächste Bilanz wird die neue Finanzchefin Nathasja Van Bael präsentieren.

Die belgische FNG Group, zu der unter anderem die niederländische Marke Claudia Sträter gehört, hat eine neue Finanzchefin: Nathasja Van Bael löst Geert Jacob ab, der im Dezember vergangenen Jahre die Rolle des Interims-CFO übernommem hatte.


Van Bael kommt der belgischen Mediengruppe De Persgroep Publishing (DPG), wo sie als Finanzvorständin gearbeitet hat. Davor war die 47-Jährige in gleicher Position beim Unternehmen Medialaan tätig, das 2018 mit De Persgroep Publishing fusionierte. Beim Hospital Network Antwerp (ZNA) war die Wirtschaftsingenieurin sieben Jahre lang ebenfalls als CFO beschäftigt gewesen.

“Nathasja hat Fachwissen in verschiedenen Bereichen aufgebaut: Medien und Unterhaltung, Gesundheitswesen, Hightech und Bauwesen. Darüber hinaus verfügt sie über Erfahrung mit Fusionen, Übernahmen und Umstrukturierungen, einschließlich der Übernahme von Mobile Vikings und der Fusion von De Persgroep Publishing und Medialaan”, lobt FNG-CEO Dieter Penninckx.


Er erhofft sich von dem Neuzugang eine “Beschleunigung der Digitalstrategie”. Diese beinhalte die Umwandlung von FNG in eine Mode-Einzelhandesgruppe, die als Plattform organisiert sei. “Aufbauend auf das Know-how des 2019 übernommenen skandinavischen E-Commerce-Marktführers Ellos Group wird sich FNG stärker auf den digitalen Verkauf seiner Kollektionen und Marken in den Benelux-Ländern konzentrieren, und zwar über eigene Online-Shops und Marktplätze”, kündigt der Konzernschef an.

FNG ist an der Brüsseler Börse notiert und erwirtschaftete zuletzt mit mehr als 3000 Mitarbeitern und 10 Marken einen Jahresumsatz von rund 500 Mio. Euro. Wie viele andere Modekonzerne, leidet FNG derzeit stark unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Mitte März schloss das in Mechelen ansässige Unternehmen alle Läden in Belgien und den Niederlanden. Zudem ist der Modehersteller von Verzögerungen und Ausfällen bei Produktion und Transport betroffen, unter anderem aufgrund von Fabrikschließungen in China und der Türkei, teilte FNG kürzlich mit. Hinzu kämen Probleme durch die weltweiten Grenzschließungen.

Um die Kosten unter Kontrolle zu halten, wurden Mitarbeiter vorübergehend beurlaubt und Verhandlungen mit Lieferanten und Vermietern aufgenommen. “Die FNG steht in engem Kontakt mit ihren Aktionären und arbeitet an einer Strategie, um die negativen wirtschaftlichen Folgen nicht nur während, sondern auch nach dieser Krise so weit wie möglich abzumildern“, heißt es. „Die FNG setzt auf zusätzliche staatliche Unterstützungsmaßnahmen sowie auf das Verständnis und die Solidarität aller ihrer Interessengruppen.“

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