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Bonnie Strange muss Strafe zahlen

Verkäufer-Beleidigung kostet Influencerin 10.000 Euro

Bonnie Strange ist nicht nur Model und Influencerin, sondern hat auch mit einem eigenen Concept Store Erfahrung im Einzelhandel gesammelt. Für die Herausforderungen auf der Fläche hat sie das anscheinend nicht sensibilisiert: Strange muss ein Schmerzensgeld, nachdem sie einen Modeverkäufer beleidigt und ihre Follower gegen ihn aufgehetzt hat. Diese Entscheidung teilte das Landgericht Düsseldorf am Mittwoch mit.


Auslöser war ein Streit mit einem Verkäufer. Im Dezember 2017 soll Strange, die eigentlich Jana Weilert heißt, nach der Anprobe in einem Berliner Modeladen Kleidung auf dem Boden verteilt haben. Auf die Aufforderung eines Angestellten, die Teile aufzuräumen, reagierte sie angeblich mit Beleidigungen. Vor der Ladentür filmte die Influencerin die Szene und soll ihre Follower über das soziale Netzwerk Snapchat in mehreren kurzen Videos gegen den Verkäufer aufgehetzt haben: "Macht ihn fertig", hieß es scheinbar in den Beiträgen.

Ursprünglich verlangte der Kläger 20.000 Euro als Entschädigung. Zahlen muss die Influencerin allerdings nur die Hälfte. Die Begründung des Gerichts: Da Snapchat-Beiträge automatisch nach 24 Stunden gelöscht werden, hätten die Videos "rasch an öffentlichem Interesse verloren". Allerdings seien sie durch Stranges "Bekanntheit stark verbreitet" worden. Auf Instagram folgen der 32-Jährigen beispielsweise 831.000 Nutzer.

Bonnie Strange

Bonnie Strange hat selber Erfahrungen im Einzelhandel. 2012 gründete sie ihr eigenes Label namens The Shit, kurz darauf folgte der gleichnamige Berliner Concept Store. Rund drei Jahre später wurde der Laden allerdings geschlossen.

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