Britische Modegruppe

Ted Baker: Rachel Osborne als CEO bestätigt

Ted Baker
Zum CEO ernannt: Rachel Osborne
Zum CEO ernannt: Rachel Osborne

Die britische Modegruppe Ted Baker hat mit sofortiger Wirkung Rachel Osborne zum Chief Executive Officer ernannt. Damit ist die Führungsfrage in dem Unternehmen geklärt, das sich nach einer Reihe von Gewinnwarnungen und rückläufigen Umsätzen im Februar eine Umstrukturierung und Kosteneinsparungen verordnete.

Osborne kam im November 2019 als Chief Financial Officer zu Ted Baker und hatte im Dezember 2019 nach dem Weggang von CEO Lindsay Page den Posten des Acting Chief Executive Officer vorübergehend übernommen.


Die Managerin, die in Cambridge Veterinärmedizin studiert hat und nach Karriere-Stationen bei PepsiCo, Kingfisher und B&Q 2011 als Finance & Strategy Director zu John Lewis kam, war vor ihrem Wechsel zu Ted Baker ein gutes Jahr Chief Financial Officer bei der Department Store-Kette Debenhams.

Sharon Baylay, interimistische Chefin des Verwaltungsrats bei Ted Baker, sagte, dass Osborne in hohem Maße relevante Retail- und Customer-Erfahrung habe und damit Voraussetzungen, die Umstrukturierung bei Ted Baker zu leiten.

Das Unternehmen ist weiter auf der Suche nach einem Chairman. Bis der gefunden sei, werde Sharon Baylay dem Verwaltungsrat weiter interimistisch vorstehen.


Zudem wird Jennifer Roebuck, die, wie bereits angekündigt, die Funktion des Chief Customer Officer (CCO) übernimmt, ihren Posten am 1. April antreten.

„Klarer Plan“

„In den kommenden Monaten werden die Herausforderungen groß sein, nicht zuletzt wegen der beträchtlichen Unsicherheiten durch Covid-19,“ sagt Osborne, „aber ich bin zuversichtlich, dass wir durch die harte Arbeit aller Kollegen und die Stärke der Marke erfolgreich sein werden.“ In den vergangenen Monaten sei ein „klarer Plan“ erarbeitet worden, um Ted Baker zu restrukturieren und langfristigen Erfolg zu sichern.

Bei dem Unternehmen hatte es Ende 2018/Anfang 2019 Querelen in der Chefetage gegeben. Der damalige CEO Ray Kelvin war im Dezember 2018 nach dem Vorwurf angeblicher Belästigung zunächst beurlaubt worden und musste wenige Monate später ganz das Unternehmen verlassen. Lindsay Page hatte seine Funktion zunächst übernommen.

Zudem waren Fehler in der Bestandshaltung von Ted Baker aufgetreten. Daraufhin gab das Unternehmen zu, die Warenbestände möglicherweise zu hoch eingeschätzt zu haben. Ende 2019 hatte Ted Baker die vergangenen zwölf Monate als „die herausfordernsten der Unternehmensgeschichte“ bezeichnet.

Im Februar dieses Jahres gab die Modegruppe nach einer Reihe von Gewinnwarnungen bekannt, dass im Rahmen von Kosteneinsparungen rund 160 Stellen wegfallen.

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