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CSO von Karstadt Sports im Porträt

Der Stand-up-Vertriebler

Karstadt Sports
Stefan Weiß führt künftig Karstadt Sports
Stefan Weiß führt künftig Karstadt Sports

Stefan Weiß wird der erste Chief Sales Officer in der Geschichte von Karstadt Sports. Und will jeweils „den besten Sport vor Ort“ präsentieren.

Er liebt es, auf dem Wasser auf einem wackeligen Brett zu stehen und an Land lange Strecken hinter sich zu bringen. Stefan Weiß, ab 1. Juli erster Chief Sales Officer von Karstadt Sports, ist in der Freizeit Stand-Up-Paddler und Läufer. „Perfekt, dass ich als Sportler meine Leidenschaft mit meiner Aufgabe verbinden kann“, sagt der 44-Jährige.

Auf der gerade erst geschaffenen Stelle des CSO soll der Vertriebsmann wesentlich dazu beitragen, aus dem vom Konzernvorstand von Galeria Karstadt Kaufhof als Wachstumssegment auserkorenen Sport tatsächlich ein Geschäftsfeld zu machen, das zuverlässig spürbar steigende Umsatz- und Ergebnisbeiträge abliefert.

Die Voraussetzungen dafür dürfte er haben: Viele Jahre lang war Weiß im Vertrieb von Karstadt Sport und der großen Warenhaus-Schwester tätig, er hatte einst seine Karriere im Konzern begonnen. Doch er kennt nicht nur die Karstadt-Welt: Auch der Jagdmode-Filialist Frankonia steht in seiner Vita. Bei SportScheck war er sieben Jahre lang Vertriebler, bis er 2017 nach Essen zurückkehrte.
Stationen von Stephan Weiß
  • Ab Juli 2019: Chief Sales Officer (CSO) Karstadt Sports
  • 2017 bis Juni 2019: Verantwortlich bei Karstadt Sports für die Filialen Essen und Köln, sowie den „Verbund West“ mit sechs Häusern
  • 2016 bis 2017: Frankonia
  • 2009 bis 2016: leitende Funktionen bei SportScheck, zuletzt Vertriebsleiter Stationär
  • seit 2004: verschiedene Funktionen bei Karstadt und Hertie
Zuletzt verantwortete er dort die Sports-Filialen am Hauptsitz und in Köln, zudem den „Verbund West“ mit sechs Filialen. Auch als CSO wird er weiter eine Filiale leiten. Es gebe im Konzern keine Führungsposition im Vertrieb, bei der es diese Doppelrolle nicht gebe: „Wir legen besonderen Wert auf Kundennähe und Übernahme operativer Verantwortung“, heißt es von Karstadt Sports.
Als eine seiner Hauptaufgaben nennt Weiß die „Individualisierung und Lokalisierung“ der Häuser. Die Standorte sollen lokal individuell ausgerichtet werden.

„Jedes Haus wird sich vom anderen unterscheiden. Jede Sportabteilung erhält ein eigenes Profil“, gibt Jens Dunkel, CEO von Karstadt Sports, auch seinem Vertriebsmann Weiß vor.

„Der beste Sport vor Ort“ – dieses vollmundige Versprechen wird der CSO gleich bei mehreren Neueröffnungen einlösen müssen. Mehrere der bisherigen Häuser von Saks Off 5th werden zu Sportstätten, zumeist über mehrere Etagen. Die Umbauvorbereitungen laufen auf Hochtouren, die Profilierung jedes der Häuser sei bereits festgelegt, heißt es in Essen. In welchen Sportarten welche Häuser durchstarten sollen, wird noch nicht verraten.

Dass diese Vor-Ort-Profilierung innerhalb eines bundesweit vertretenen Filialunternehmens kein leichtes Spiel wird, weiß Weiß: „Wir befinden uns an jedem Standort in einem extrem dynamischen Wettbewerb“. Die Qualitäten eines Stand-Up-Paddlers können da sicher nicht schaden.
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