Nachruf

Martin Krist gestorben

Martin Krist
Martin Krist

Er war ein Mann mit viel Charisma. Ein Freigeist, Vor- und Querdenker. Einer, der immer etwas zu sagen hatte. Und dem man gerne zuhörte, auch stundenlang. Zugleich war er ein scharfsinniger Manager, mit Ecken und Kanten. Jetzt, im Juni, ist Martin Krist im Alter von nur 55 Jahren überraschend gestorben. Er hinterlässt seine Ehefrau Bärbel, die er seit Jugendjahren kannte. Die beiden lebten viele Jahre in Solingen, zuletzt in Düsseldorf.

Über 17 Jahre engagierte sich Martin Krist für Esprit. Er lebte Esprit, prägte mit viel Enthusiasmus ab Mitte 1998 und bis Anfang 2016 die Ausrichtung der Schuhsparte des Ratinger Unternehmens, später auch die der Lifestyle-Produkte und Accessoires. Für Einkauf und Produkt-Management, für Vertrieb und Customer Service der Esprit Shoe Division verantwortlich, gelang es ihm, vertikale Strukturen zu installieren, die – in Hochzeiten – mit der Produktion von jährlich mehr als fünf Millionen Paar Schuhen einhergingen. Sein Verdienst war es, Esprit als feste Größe im Schuhmarkt zu etablieren.

Esprit äußert sich mit Bestürzung zum Tod von Martin Krist: „Das Esprit-Team hat mit tiefem Bedauern vom Tod Martin Krists gehört. Martin hat über viele Jahre ein unglaubliches Schuh-Business bei Esprit aufgebaut und einen enormen Beitrag für das Unternehmen geleistet. Das gesamte Esprit-Team spricht seine Anteilnahme gegenüber der Familie und den Angehörigen von Martin aus. Er wird in unserer Erinnerung weiterleben.“

Martin Krist war Schuhprofi durch und durch. Zu seinen Stationen vor Esprit zählten unter anderem die MSC Holding, Ara Shoes sowie Siemes.

Nachdem sich Krist Anfang 2016 aus den Reihen von Esprit zurückzogen hatte, widmete er sich seinem eigenen Unternehmen Yu Enterprise, Vertical private label solutions for shoes & accessories, über das er unterschiedlichste Projekte betreute. Auch dort ging es vornehmlich um Footwear. So begleitete er den Bequemschuhspezialisten Rohde etwa bei der Lancierung eines modischen Komfort-Sneakers.

Vom Namen seiner Firma, Yu Enterprise, lässt sich der Bogen spannen zu der buddhistischen Lebenseinstellung, die Martin Krist innehatte. Nicht zuletzt drückte der Naturfreund, der sich im Privaten mit Leidenschaft Apfelbäumen und Bienenvölkern widmete, diese Haltung auch mit dem Tragen orangefarbener Accessoires aus. Orange spielt im Buddhismus und Hinduismus eine wichtige Rolle. Die Farbe steht dort für die höchste Stufe der menschlichen Erleuchtung.

 

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