Prominenter Abgang bei US-Sportartikelkonzern

Under Armour: Produktvorstand Kevin Eskridge geht

Under Armour
Kevin Eskridge verlässt Under Armour nach zehn Jahren mit unbekanntem Ziel.
Kevin Eskridge verlässt Under Armour nach zehn Jahren mit unbekanntem Ziel.

Der Sportartikelhersteller Under Armour verliert seinen Produktvorstand. Wie der US-Konzern mitteilte, nimmt Kevin Eskridge Mitte August seinen Abschied, um „andere Interessen zu verfolgen“.

Eskridge war 2009 zu Under Armour gekommen, wo er zunächst als Senior Director der Outdoor-Sparte arbeitete. Es folgten Positionen als Managing Director und Vice President des China-Geschäfts, Senior Vice President Global Merchandising and Planning sowie President der Sparte Sport-Performance. Im Mai 2017 wurde Eskridge zum Chief Product Officer befördert.


Konzernchef Patrik Frisk ist zum Abschied voll des Lobes: „Während Kevins mehr als zehnjähriger Amtszeit bei Under Armour haben wir uns von einem kleinen US-Unternehmen zu einer globalen Marke für sportliche Leistungen im Wert von mehreren Milliarden Dollar entwickelt. Sein Einwirken auf unser Geschäft war erheblich", sagt der President und CEO in einer Pressemitteilung.

Vor seiner Zeit bei Under Armour war Eskridge unter anderem bei Armani Exchange und Banana Republic tätig, und zwar als Vice President Merchandising bzw. Director, heißt es auf dem Linked-in-Profil des studierten Sozialpsychologen. 

Under Armour leidet derzeit unter einem rückläufigen Geschäft im Heimatmarkt. 2019 schrumpften die US-Umsätze um 2,1% auf knapp 3,74 Mrd. US-Dollar. Dagegen wuchs die Asien-Pazifik-Sparte um 14,2% auf 636,34 Mio. Dollar. In der Region Europa, Nahost und Afrika (EMEA) stiegen die Erlöse um 5,1% auf 621 Mio. Dollar. Dagegen verbesserte sich das Nettoergebnis deutlich.

Für 2020 erwartet der Konzern Rückgänge beim Umsatz und Ergebnis, unter anderem wegen der Belastungen durch die Corona-Krise. Dessen Effekt bezifferte das Management im Februar auf 50 bis 60 Mio. Dollar. Das war allerdings einen Monat bevor Under Armour beschloss, seine nordamerikanischen Läden vorläufig dichtzumachen und mehrere europäische Regierungen Öffnungsverbote für Modeläden verhängten.

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