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TW-Verbraucherfokus Hosen 2019

Zara statt Karstadt

Inditex
Sowohl Hongkong als auch China zählen für die Inditex-Marke Zara zu den weltweit wichtigsten Märkten.
Sowohl Hongkong als auch China zählen für die Inditex-Marke Zara zu den weltweit wichtigsten Märkten.

Die Umsatzfestung Warenhaus bröckelt im Hosen-Business gewaltig. Dagegen gewinnen Monolabel-Konzepte und Online-Pure Player weiter an Bedeutung.

Dass sich die Kundenpräferenzen im Zuge der Vertikalisierung und vor allem der Digitalisierung immer stärker verändern, ist nicht neu. In welchem Tempo sie es jedoch tun, vielleicht schon eher. Das zeigt auch ein Blick auf die Ergebnisse der TW-Konsumentenstudie Hose 2019. Insbesondere die von den Kunden präferierten Einkaufsstätten beim Hosenkauf spiegeln dies wider.

Obwohl Kauf- und Warenhäuser wie Karstadt, Kaufhof und Co. vor allem für die Anbieter aus dem Mainstream-Segment gerade in puncto Stückzahlen weiterhin als wichtige Partner gelten, haben sie aus Sicht der weiblichen und männlichen Endverbraucher deutlich an Bedeutung eingebüßt. Waren es 2015 noch 40% der Frauen, die bei diesem Handelsformat „normalerweise ihre Hosen kauften”, sind es heute nur noch knapp die Hälfte.

Damit fällt das Warenhaus von Platz drei auf fünf der beliebtesten Shopping-Destinationen und damit hinter größere Bekleidungshäuser mit verschiedenen Marken und Stores einer Modemarke zurück. Bei den Männern ist der Einbruch nicht minder drastisch. Hier belegen Karstadt, Kaufhof und Co. mit 29% der Nennungen inzwischen nur Rang vier, nachdem sie vor vier Jahren mit 49% noch als die beliebteste Einkaufstätte für den Hosenkauf galten.

Immer wichtiger werden dagegen vertikale Bekleidungsfilialisten à la Zara, H&M und C&A. Sie konnten geschlechterübergreifend weiter zulegen und belegen mit einem Anteil von 51% bei den Frauen sowie 45% bei den Männern die Spitzenposition.

Lesen Sie die ausführliche Berichterstattung zur TW-Konsumentenstudie Hosen 2019 ab Mittwoch, 27. November, 18 Uhr im E-Paper der TextilWirtschaft sowie am Donnerstag, 28. November in der gedruckten Ausgabe.
Zur Studie
Hosen gelten als umsatzstärkste Produktgruppe im deutschen Bekleidungsmarkt − sowohl in Womenswear als auch Menswear. Doch wo kaufen die Konsumenten eigentlich genau? Und worauf kommt es ihnen an? Antworten gibt die aktuelle TW-Studie VerbraucherFokus Hosen 2019. In einer bundesweiten repräsentativen Online-Befragung wurden je 1000 Männer sowie Frauen im September 2019 befragt. Feldarbeit und Auswertung lagen bei der respondi AG, Köln, und dem Marketing Research der TextilWirtschaft, das auch die Gesamtleitung innehat. Mehr Informationen dazu gibt es unter TextilWirtschaft.de/research
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