Durchwachsene Quartalsbilanz. Der Umsatz von Under Armour ist im zweiten Quartal 2018 um 8% auf 1,2 Mrd. US-Dollar (1 Mrd. Euro) gestiegen. Währungsbereinigt lag das Plus bei 7%. Allerdings erhöhte sich auch beträchtlich der Verlust des Unternehmens, und zwar von 12,3 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf jetzt 96 Mio. USD. Nach Unternehmensangaben ist dies teilweise auf Umstrukturierungen im Konzern zurückzuführen.

Auf dem nordamerikanischen Markt, der für etwa drei Viertel des Gesamtumsatzes steht, konnte erstmals seit langem wieder ein Zuwachs erzielt werden. Die Umsätze des in Baltimore ansässigen Sportartikelherstellers stiegen dort um 2% auf 843 Mio. USD. In der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika)  wuchs der Umsatz um 31% auf 136 Mio. USD, in Lateinamerika um 7% auf 41 Mio. USD und im Asien-Pazifik-Raum um 34% auf 126 Mio. USD.



Nach Produktkategorien konnte in zwei Segmenten Wachstum verzeichnet werden. So stiegen die Umsätze mit Bekleidung um 10% und mit Schuhen um 15%. Bei Accessoires gingen die Erlöse allerdings um 14% zurück. Der eigene Einzelhandel machte insgesamt 35% am Gesamtumsatz aus und stieg um 7%, der Wholesale wuchs um 9%.

Im Februar diesen Jahres hatte das US-Unternehmen eine Umstrukturierung eingeleitet. Unter anderem wurde die Produktpalette reduziert und Ausgaben für Sponsoren-Verträge heruntergefahren. Die damit verbundenen Kosten wurden zunächst mit  110 bis 130 Mio. USD veranschlagt. Inzwischen rechnet das Unternehmen mit zusätzlichen Umbau-Kosten von etwa 80 Mio. USD. Insgesamt kalkuliert Under Armour für dieses Jahr jetzt mit Restrukturierungskosten in Höhe von 190 bis 210 Mio. USD vor Steuern. Das Unternehmen rechnet mit einem Verlust im operativen Geschäft von 50 bis 60 Mio. USD.

Unternehmenschef Kevin Plank gibt sich zuversichtlich. "Die kontinuierliche Verbesserung unserer Strukturen, Systeme und Markteinführungs-Prozesse in unserem globalen Geschäft versetzt uns in die Lage, auf lange Sicht einen konsistenteren und besser vorhersagbaren Weg für Kunden, Konsumenten und Aktionäre zu schaffen", erklärt der Verwaltungsratschef und CEO. An dem Plan, die Marke global zu etablieren, werde festgehalten.
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